Angelique Kerber bei den US Open 2020
Angelique Kerber haderte mit dem eigenen Spiel © Getty Images
Lesedauer: 3 Minuten

New York City - Nach dem Achtelfinale der US Open muss Angelique Kerber bereits die Heimreise antreten. Gegen die US-Amerikanerin Jennifer Brady zeigt sich Kerber chancenlos.

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Endstation Achtelfinale, aus der Traum vom Überraschungscoup in New York!

Angelique Kerber ist bei den US Open klar gescheitert. Die dreimalige Majorsiegerin aus Kiel unterlag in der Runde der letzten 16 der an Position 28 gesetzten US-Amerikanerin Jennifer Brady (25) in 1:28 Stunden mit 1:6, 4:6 und verpasste in New York erstmals seit ihrem Wimbledonsieg 2018 das Viertelfinale eines Grand-Slam-Turniers. (US Open: Das Kerber-Aus zum Nachlesen im SPORT1-Ticker)

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Kerber, die als letzte Deutsche im Dameneinzel von New York ausschied, hatte sich mit ihren vorangegangenen drei Matches in Flushing Meadows durchaus in den Kreis der Mitfavoritinnen gespielt. "Innerlich spürt sie schon, dass sie dazugehört", sagte Barbara Rittner, Head of Women's Tennis im Deutschen Tennis Bund (DTB), bei Eurosport.

 "Ich habe alles versucht, aber sie hat in den entscheidenden Momenten besser gespielt", sagte Kerber: "Für das erste Turnier nach mehr als sechs Monaten Pause war es trotz der Niederlage ein guter Start für mich. Ich habe mein Bestes auf dem Platz gelassen." Nun geht ihr Blick zu den French Open in Paris (ab 27. September).

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Die deutsche Nummer eins, Turniersiegerin von 2016, hatte nacheinander Alja Tomljanovic (Australien), Anna-Lena Friedsam (Neuwied) und Ann Li (USA) überzeugend ausgeschaltet. "Es ist immer noch ein langer Weg. Ich bin ihn zwar schon mal gegangen, aber es ist immer noch eine große Herausforderung", sagte Kerber vor ihrem Achtelfinale.

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Gegen die formstarke Brady, die von Julia Görges' ehemaligen Coach Michael Geserer trainiert wird, spürte sie sofort, dass sie eine ganz harte Nuss knacken muss. Ihre Gegnerin war von ihrem deutschen Trainer Michael Geserer minutiös auf die Partie vorbereitet worden und legte beeindruckend los. Kerber sah sich stark in die Defensive gedrängt und fand zunächst keine Antwort auf die knallharten Aufschläge und die peitschende Vorhand der US-Amerikanerin.

Kerber mit katastrophalem ersten Satz

Nach einer Viertelstunde Spielzeit stand es aus Sicht der früheren Weltranglistenersten bereits 1:4. Ihr Coach Torben Beltz versuchte seine Athletin von der Tribüne aus aufzumuntern, rief "Angie go!". Doch schon nach 22 Minuten war der erste Satz verloren.

Kerber, an Nummer 17 gesetzt, hatte Probleme mit ihrem Service und geriet auch im zweiten Durchgang direkt ins Hintertreffen, schaffte dann aber ein Break zum 1:1. Ein Hoffnungsschimmer? Zunächst nur kurz. Brady nahm Kerber ihr darauffolgendes Aufschlagspiel zu Null ab und erhöhte damit enorm den Druck.

"Sie hat schon oft genug solche Matches in ihrer Karriere gedreht", kommentierte Rittner. Aber es deutete kaum etwas auf eine Wende hin, zu stark und fehlerfrei trumpfte Brady auf. Kerber kämpfte und erhielt beim Stand von 2:3 noch einmal die Chance zur Neujustierung, denn ihre Gegnerin musste sich am Oberschenkel behandeln lassen.Doch die US-Amerikanerin ließ sich auch davon nicht aus der Ruhe bringen und sicherte sich den Einzug ins Viertelfinale.