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München - Genie Bouchard ist bei Instagram jahrelang weit mehr präsent als auf dem Tennisplatz. Vor den French Open hat sie einiges verändert - der Schlüssel zum Erfolg?

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Es geht Schlag auf Schlag in der Tenniswelt.

Kaum sind die US Open vorbei, stehen auch schon die French Open auf dem Programm. Eine, für die das Turnier in Paris ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg nach oben sein soll, ist Eugenie Bouchard. (Spielplan und Ergebnisse der French Open 2020)

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Die Kanadierin war dem Tennis-Olymp einst schon einmal ganz nahe. 2014 stand die heute 26-Jährige im Wimbledon-Finale, gewann das WTA-Turnier in Nürnberg und erklomm Weltranglistenpatz fünf.

Was folgte war ein heftiger Absturz - Bouchards sportlicher Erfolg blieb lange weit hinter dem ihrer gekonnten Selbstvermarktung bei Instagram und Co. zurück.

Bouchard trainierte viel zuhause

Über Jahre hinweg konnte Genie trotz guter Ansätze nicht mehr an ihre alte Form anknüpfen, doch damit soll nun - auch dank der Corona-Pandemie - Schluss sein.

"Ich habe während der Corona-Zeit viel zuhause trainiert, war viel im Fitnessstudio, bin stark geworden und habe viel Zeit auf dem Tennisplatz verbracht. Ich konnte Dinge verbessert, für die wir normalerweise während des Jahres keine Zeit haben. Die Quarantäne war für mich wie ein versteckter Segen", sagte sie kürzlich im Ready Play Tennis Podcast.

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Und das zeigt sich auch auf dem Platz. Beim WTA-Turnier in Istanbul scheiterte die Kanadierin nach einem Sieg gegen Svetlana Kuznetsova erst im Finale und auch beim Turnier in Prag bewies sie aufsteigende Form. Nach Siegen gegen mehrere besser platzierte Spielerinnen war nach einem harten Drei-Satz-Match erst im Viertelfinale gegen Elise Mertens Endstation.

Ratschläge von Steffi Graf

"Ich habe mich auf dem Platz einfach richtig wohl gefühlt. Ich fühle mich gut mit meinen Bewegungen. Ich hatte das Gefühl, dass mir der Ball nicht so schnell entgegenkam, wie ich es erwartet hätte. Das bedeutet, dass ich entweder an das schnellere Tempo gewöhnt bin, oder mich schnell genug bewegen kann", freute sich Bouchard.

Und auch bei der Wahl ihres Trainerstabs hat die Sportlerin alles dem Wunsch nach sportlichem Erfolg untergeordnet. Mit ihrer neuen Trainerin Rennae Stubbs (viermalige Doppel-Grand-Slam-Siegerin) sollen die Erfolge zurückkommen. Da passt es gut, dass Stubbs eng mit Deutschlands Jahrhundert-Sportlerin Steffi Graf befreundet ist.

Von den damit verbundenen Ratschlägen der Gräfin kann und will Bouchard ebenso profitieren wie von ihrem neuen Fitnesstrainer, dem legendären Gil Reyes, der einst Grafs Ehemann Andre Agassi für seine Matches stählte.

Keine Bikini-Fotos mehr

Um ihrem Wunsch nach sportlichen Erfolgen Ausdruck zu verleihen, hat die Kanadierin zudem seit rund einem Monat das Posten von freizügigen Bildern in den Sozialen Netzwerken eingestellt. "Ich will davon wegkommen, Bikini-Bilder zu posten. Ehrlich! Ich versuche mein Bestes. Vielleicht werde ich auch nur älter. Da muss ich nicht mehr täglich Fotos von meinem Hintern posten", erklärte sie kürzlich bei tennis.com.

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Immer wieder hatten zu freizügige Bilder für Kritik gesorgt und suggeriert, die im Vorjahr aus den Top 300 der Weltrangliste geflogene Bouchard würde sich zu wenig um ihre Tenniskarriere kümmern.

Bei den French Open bekommt die 26-Jährige nun die nächste Chance zu beweisen, dass bei ihr der sportliche Erfolg an erster Stelle steht. Dank einer Wildcard steht Genie im Hauptfeld und bekommt es dort am Sonntag mit der Russin Anna Kalinskaja zu tun.