Nick Kyrgios spielt 2020 nicht bei den US Open
Nick Kyrgios spielt 2020 nicht bei den US Open © Getty Images
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München - Nick Kyrgios sagt wie seine australische Landsfrau Ashleigh Barthy die US Open ab. Auch Alexander Zverev äußert sich kritisch, an einen Verzicht denkt er jedoch nicht.

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Neben der Weltranglistenersten Ashleigh Barty wird auch ihr australischer Landsmann Nick Kyrgios nicht bei den US Open der Tennisprofis in New York antreten. "Ich verzichte für die Menschen, für meine Aussies, für die Hunderttausenden Amerikaner, die ihr Leben verloren haben, für euch alle", teilte Kyrgios in einem Twitter-Video mit. Es tue ihm "in der Seele weh".

Kyrgios hatte sich während der Corona-Pandemie immer wieder mit anderen Spielern angelegt. Der 25-Jährige gehörte zu den schärfsten Kritikern der Adria-Tour des Weltranglistenersten Novak Djokovic (Serbien), an der unter anderem Alexander Zverev teilgenommen hatte. Die Tour musste abgebrochen werden, nachdem Grigor Dimitrov (Bulgarien), Viktor Troicki (Kroatien), Borna Coric (Kroatien) und Djokovic positiv auf das Coronavirus getestet worden waren.

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Die Spielervereinigung ATP bezeichnete Kyrgios im Juli als "egoistisch", weil sie trotz der prekären Lage in dem von der Seuche hart getroffenen Land an den Plänen zur Austragung der US Open (ab 31. August) festhält.

Zverev kritisiert Austragung der US Open

Auch Zverev kritisierte die Austragung der US Open. "Es ist ein bisschen verrückt, jetzt die US Open zu spielen", sagte er bei einem Show-Turnier in Südfrankreich. "Ich würde es lieber haben, wenn die US Open nicht stattfinden würden und wir in Europa anfangen."

Obwohl der Hamburger meinte, es sei "nicht die richtige Zeit, jetzt nach Amerika zu fliegen", habe er noch nicht über einen eigenen Verzicht nachgedacht. "Wenn die US Open stattfinden, was sollen wir Spieler machen? Gerade wenn alle spielen, es geht ja auch um Ranglistenpunkte."

Auch Barty verzichtet auf US Open

Barty (24) hatte sich unter der Woche vom Turnier zurückgezogen. "Es war eine schwierige Entscheidung, aber es gibt immer noch deutliche Risiken im Hinblick auf COVID-19, und ich fühle mich nicht wohl, wenn ich mein Team und mich diesen aussetzen würde", sagte die French-Open-Siegerin von 2019.

Obwohl zahlreiche großen Namen ihren Start bei den US-Turnieren infrage gestellt hatten, sind für den Auftakt bei den Konkurrenzen von Cincinnati ab dem 22. August, die wegen Corona ebenfalls in New York ausgetragen werden, nahezu alle Topspieler gemeldet, darunter Rafael Nadal, Novak Djokovic und Serena Williams.

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mit Sport-Informations-Dienst (SID)