Bereits dreimal konnte Novak Djokovic bei den US Open triumphieren
Bereits dreimal konnte Novak Djokovic bei den US Open triumphieren © Imago
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Wegen der Corona-Auflagen überlegt Novak Djokovic, nicht an den US Open 2020 teilzunehmen. Von einer US-amerikanischen Kollegin kassiert er dafür scharfe Kritik.

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Die Coronakrise hat auch den Tenniskalender kräftig durcheinandergewirbelt.

Viele Turniere wurden abgesagt, die French Open sogar nach hinten verschoben. Und auch für die noch immer geplanten US Open ist nicht klar, wie genau das Turnier ablaufen und ob wirklich jeder der Superstars die Reise nach New York antreten wird.

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So erklärte Novak Djokovic dem serbischen Fernsehsender RTS, dass er sich wegen der bestehenden Corona-Maßnahmen überlegen müsse, ob er in diesem Jahr an dem Turnier in Flushing Meadows teilnehmen werde. Ein Gedankenspiel, das in der Tenniswelt durchaus negativ aufgenommen wurde.

Collins greift Djokovic an

Danielle Collins, die aktuelle Nummer 51 der Frauen-Weltrangliste, hat sich nun zu Wort gemeldet und dem Serben mangelnde Kollegialität vorgeworfen: "Dies ist ein ernsthafter Widerspruch zu früheren Kommentaren darüber, dass Spieler innerhalb der Top 100 Geld an Spieler außerhalb der Top 250 spenden sollen", schrieb Collins online an Djokovic.

Laut der NY Post wurde sie sogar noch deutlicher: "Es ist einfach, wenn jemand während seiner Karriere 150 Millionen Dollar verdient hat, den Leuten zu sagen, was sie mit ihrem Geld tun sollen, und dann das Spielen in den USA abzulehnen."

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Der überwiegende Teil der Spieler sei aber darauf angewiesen, endlich wieder Turniere zu spielen. "Niemand war seit Februar in der Lage, an Veranstaltungen teilzunehmen oder Geld zu verdienen", erklärte sie und fügte hinzu: "Hier haben wir mit den US Open eine tolle Gelegenheit, wieder ein Turnier zu spielen. Wenn auch mit einigen strengen Sicherheitsvorkehrungen, um sicherzustellen, dass sich alle Spieler sicher fühlen und ihre Gesundheit an erster Stelle steht."

Corona-Maßnahmen und Terminproblem

Neben der generellen Möglichkeit, nicht an dem Turnier teilzunehmen, stößt der US-Amerikanerin vor allem der Grund einer möglichen Absage sauer auf. "Das ist eine riesige Chance für die Spieler, wieder Geld zu verdienen, und hier haben wir den besten Spieler der Welt, der sagt: 'Es wird zu schwierig sein, nur eine Person mitzubringen.'"

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Laut den Corona-Sicherheitsvorkehrungen der US Open dürften die Spieler in diesem Jahr nur eine Begleitperson zu den Spielen mitbringen. Dazu müssten die Spieler für das Turnier, das am 31. August starten soll, nach Ankunft in den USA 14 Tage in Quarantäne.

Deutschlands Topspieler Zverev drückte seinen Missmut im Vergleich zu Djokovic dagegen diplomatisch aus. "Ja, es ist toll, wenn wir die Gelegenheit bekommen, zu spielen. Aber unter diesen Umständen glaube ich nicht, dass sich viele Spieler in dem dortigen Umfeld wohl fühlen werden", sagte der Hamburger: "Das ist meine Meinung, aber es liegt auch nicht wirklich an uns Spielern, denn in gewisser Weise entscheiden die US Open sowieso."

Auch der Termin lässt Djokovic und andere Spieler an einer Reise nach Flushing Meadows zweifeln. Die French Open - traditionell startet das Turnier in Paris eigentlich im Mai - wurden wegen Corona in diesem Jahr auf September verschoben und starten damit nur eine Woche nach den US Open.