2018 US Open - Day 13
Serena Williams (r.) fühlte sich von Schiedsrichter Carlos Ramos (l.) benachteiligt © Getty Images

Der Verband ITF stellt sich hinter Schiedsrichter Carlos Ramos, der Serena Williams im US-Open-Finale mehrfach bestrafte. Er habe seine Pflichten erfüllt.

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Der Tennis-Weltverband ITF hat sich nach dem skandalösen Auftritt von Superstar Serena Williams im Damen-Finale der US Open voll und ganz hinter die Entscheidungen des Schiedsrichters gestellt.

"Carlos Ramos ist einer der erfahrensten und respektiertesten Schiedsrichter im Tennis. Seine Entscheidungen waren im Einklang mit den entsprechenden Regeln und die Entscheidung, Serena Williams für drei Vergehen zu bestrafen, wurde bestätigt", heißt es in einer offiziellen ITF-Stellungnahme.

"Professionell und integer gehandelt"

Die ITF äußerte Verständnis dafür, dass die Vorfälle am vergangenen Samstag Debatten auslösen, legte aber Wert darauf, dass "Herr Ramos seine Pflichten gemäß den Regeln erfüllt habe und jederzeit professionell und integer gehandelt hat".

Die 23-malige Grand-Slam-Gewinnerin Serena Williams hatte Carlos Ramos nach ihrem verlorenen Match gegen die Japanerin Naomi Osaka (2:6, 4:6) unter anderem Sexismus vorgeworfen. Der Portugiese hatte die 36 Jahre alte US-Amerikanerin dreimal verwarnt und ihrer Gegnerin den Regeln entsprechend zuerst einen Punkt und dann ein Spiel zugesprochen.

Williams hatte Ramos als "Dieb" und "Lügner" bezeichnet. Sie wurde für ihre Ausfälle mit einer Geldbuße in Höhe von 17.000 Dollar (14.700 Euro) belegt.

Sexismus

Die Sexismusvorwürfe hatten für Wirbel gesorgt, Williams erhielt dafür von der Spielerinnen-Vereinigung WTA Rückendeckung. Es dürfe bei der Toleranz gegenüber den Gefühlsausdrücken keine Unterschiede zwischen Männern und Frauen auf dem Tennisplatz geben, hieß es in einem Statement der WTA.

Das Frauen-Endspiel von New York "habe die Frage aufgeworfen, ob es Unterschiede in den Standards der Durchführung von Frauen- und Männerpartien gebe". Die WTA sei bereit, mit dem Sport zusammenzuarbeiten, damit alle Spieler gleich behandelt werden.

"Wir denken nicht, dass das letzte Nacht (Samstag) der Fall war", schrieb WTA-Chef Steve Simon in der Erklärung.