München - Serena Williams sorgt im Finale der US Open für einen Eklat und bestimmt mit ihrem Wutanfall die Schlagzeilen. SPORT1 zeigt die internationalen Pressestimmen

von

Das Damen-Finale der US Open 2018 wird definitiv in die Geschichte eingehen. Die Tatsache, dass mit Naomi Osaka erstmals eine Japanerin einen Grand-Slam-Einzeltitel gewinnen konnte, geriet dabei allerdings weitestgehend in den Hintergrund.

Vielmehr bestimmte Serena Williams die Schlagzeilen. Durch einem Streit mit den Offiziellen zerstörte sich die 36-Jährige ihr Spiel und damit auch den Traum vom 24. Grand-Slam-Titel ihrer Karriere, der sie zur erfolgreichsten Spielerin der Tennis-Geschichte gemacht hätte.

Was als Fehde um ein angebliches "Coaching" ihres Trainers Patrick Mouratoglu begann, steigerte sich nach und nach zu einem regelrechten Wutanfall. Williams hämmerte ihren Schläger auf den Boden, bezeichnete den Unparteiischen als "Dieb" und warf ihm auf der anschließenden Pressekonferenz sogar Sexismus vor.

Gleichzeitig stahl sie mit ihrem filmreifen Auftritt im Arthur Ashe Stadium in Flushing Meadows Naomi Osaka die Show und bestimmte dadurch auch die Schlagzeilen der internationalen Zeitungen.

SPORT1 zeigt ausgewählte Pressestimmen:

USA

The New York Times: "Ein denkwürdiges Match für Serena Williams aus den falschen Gründen. Anstatt ihren 24. Grand-Slam-Einzeltitel zu gewinnen, beendete Williams die US Open in einem hitzigen Streit mit einem Offiziellen, den sie des Sexismus beschuldigte."

ESPN: "Dieser Punkt steht nicht zur Debatte: Naomi Osaka wurde ihr magischer Moment verweigert. Serena war wütend, die Fans waren wütend und Naomi Osaka in Tränen aufgelöst. Nicht gerade ein Bilderbuch-Finale dieser US Open."

New York Post: "Serena mit der Mutter aller Ausraster bei ihrer US-Open-Finalniederlage."

England

Daily Mail: "Naomi Osaka stürmte am Samstagabend zu einem sensationellen, turbulenten US-Open-Sieg, als sie Serena Williams bezwang, nachdem die 36-Jährige Amerikanerin in einem dramatischen Spiel völlig die Nerven verlor."

The Sun: "Serena verärgert - Willams schluchzt und bezeichnet den Unparteiischen bei ihrem Final-Ausraster als Dieb."

The Independent: "In chaotischen Szenen, in denen die Menge ihre Wut zum Ausdruck brachte, verlangte Williams Brian Earley, den Turnierschiedsrichter. Eine zunehmend verärgerte Williams erzählte Earley, dass männliche Spieler viel schlimmere Dinge sagen ohne ähnliche Strafen zu bekommen und sagte, dass sie bestraft wurde, 'weil ich eine Frau bin'."

The Guardian: "Naomi Osaka, die über die Jahre hinweg Gelassenheit und Anstand fand, ignorierte irgendwie den außergewöhnlichen Ausraster der Frau, die sie dazu inspirierte, mit dem Spiel anzufangen - Serena Williams, die in Tränen ausbrach, nachdem drei Regelverstöße wesentlich zu ihrer Schockniederlage, bei ihrem neunten US Open Finale, beigetragen hatten."

Frankreich

Le Parisien: "Geschlagen im Finale, endet Serena Williams in Tränen wegen des Schiedsrichters."

L'Equipe: "Das von Naomi Osaka gewonnene US-Open-Finale erreichte in punkto Spielstärke einige Höhen, aber auch eine dramatische Wendung, als Serena Williams ihre Nerven gegenüber dem portugiesischen Schiedsrichter Carlos Ramos verlor."

Spanien

Marca: "Osaka erobert die US Open gegen eine schlecht gelaunte Serena Williams. Die Amerikanerin legt sich im Finale mit Schiedsrichter Carlos Ramos an."

Mundo Deportivo: "Serena Williams sorgt im Arthur Ashe Stadion für einen Skandal durch ihren andauernden Streit mit dem portugiesischen Schiedsrichter Carlos Ramos."

AS : "Serena sorgt für einen Skandal und verliert das Finale gegen Osaka."

Italien

Gazetta dello Sport: "Osaka geht in die Geschichte ein. Psychodrama von Serena."

Corriere della Serra: "Es war ein Tennismatch, das als Unrecht gegen Serena Williams in die Geschichte des Tennis einging. Naomi Osaka, die erste Japanerin in der Geschichte, ist die Königin des US-Open-Überraschungsfinals."

Schweiz

Neue Zürcher Zeitung: "Das Frauen-Turnier der US Open endet mit einem Eklat."

Blick: "Williams schimpft und wird knallhart abgestraft."

Österreich

Kronen-Zeitung: "Dieses Grand-Slam-Finale der Damen bei den US Open 2018 wird noch lange in Erinnerung bleiben. Einerseits wegen des Aufstiegs der hochtalentierten, 20-jährigen Japanerin Naomi Osaka, die auch im Endspiel großartiges Tennis zeigte. Andererseits aber auch wegen eines durch selten geahndetes Coaching ausgelösten Skandals, den die eigentlich so erfahrene Serena Williams auf die Spitze trieb."

Kleine Zeitung: "Was für eine Sensation: Mit nur 20 Jahren holt sich die Japanerin Naomi Osaka bei den US Open ihren ersten Grand-Slam-Titel. In einem denkwürdigen Finale besiegt sie Serena Williams, die fast für einen Abbruch sorgte."

Lesen Sie auch:

Schiri-Zoff und Tränen: Williams rastet im Finale aus

Williams legt auf PK nach: "Fühlt sich sexistisch an"