Im Finale der US Open sorgt Serena Williams mit ihren Ausrastern für Aufsehen. Kollegin Barbora Strycova kritisiert das Verhalten der US-Amerikanerin scharf.

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Es war einer der wohl spektakulärsten Ausraster in der Tennis-Geschichte. Im Finale der US Open flippte Superstar Serena Williams völlig aus. Die US-Amerikanerin zertrümmerte ihren Schläger, beschimpfte Schiedsrichter Carlos Ramos als Dieb und bezichtigte ihn im Anschluss des Sexismus.

Seitdem erfährt Williams Kritik und Lob gleichermaßen. Nun hat mit Barbora Strycova auch erstmals eine Tennis-Kollegin Stellung bezogen und Williams im Interview mit Sport.CZ scharf angegriffen.

"Das ist Bull****. Den Schiedsrichtern ist es egal, ob Männer oder Frauen gegeneinander spielen. Ramos ist hart, einer der besten Referees der Welt. Er hat getan, was er tun musste, weil sie Grenzen überschritten hat", sagte die 32-Jährige und legte direkt nach: "Musste sie sich nur deshalb so benehmen, weil sie Serena Williams ist? Ich finde es sehr interessant, dass sie sich erst so verhalten hat, als sich ihre Niederlage abzeichnete."

Strycova kritisiert Verhalten der WTA

Auch für die verständnisvolle Haltung der WTA hat die Tschechin kein Verständnis. "Deren Verteidigung hat mich überrascht. Ändern sich in Spielen von Serena die Regeln? Wenn es so ist, lassen sie es mich wissen", so Strycova.

Für Schiedsrichter Ramos hat die 32-Jährige dagegen nur Lob übrig. "Seine Entscheidungen stimmten mit den entsprechenden Regeln überein. Er hat professionel und integer gehandelt."

Zuvor hatte sich bereits die frühere Grand-Slam-Siegerin Martina Navratilova in einem Artikel der New York Times geäußert. "Serena hat teilweise Recht. Es gibt einen doppelten Standard bei der Frage, wie Männer und Frauen bei schlechtem Verhalten bestraft werden, nicht nur im Tennis. Aber bei ihrem Protest im US-Open-Finale, da hat sie etwas falsch verstanden", ist sich Navratilova sicher. 

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