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French Open: Alexander Zverev bangt wegen Verletzung um Start in Wimbledon

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French Open: Alexander Zverev bangt wegen Verletzung um Start in Wimbledon

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Zverev bangt um Wimbledon

Alexander Zverev spielt bei den French Open trotz Verletzung im Viertelfinale weiter. An eine Aufgabe denkt er nicht. Nun bangt er um die anstehende Rasensaison.
Sascha Zverev ist nach seinem Viertelfinal-Aus enttäuscht. Doch ein Reporter, der Zverev die ganze Woche schon zum Lachen bringt, muntert ihn kurzzeitig auf.

Alexander Zverev wusste sofort, dass nach seiner Rückkehr aus Paris Tage des Bangens und der Ungewissheit auf ihn warten werden.

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Wie ernst ist die im ersten Grand-Slam-Viertelfinale seiner Karriere erlittene Oberschenkelverletzung tatsächlich? Was bedeutet das bittere Aus bei den French Open gegen seinen österreichischen Kumpel Dominic Thiem für seine Rasensaison inklusive des Highlights Anfang Juli in Wimbledon?

Schnelle Antworten wird es nicht geben. Der Hamburger weiß, dass er sich gedulden muss. "Bei solchen Muskelverletzungen sieht man das immer erst zwei, drei Tage später", sagte Zverev, nachdem er sich auf dem Centre Court gegen Thiem fast zwei Stunden lang unter Schmerzen gequält hatte: "Ich werde jetzt nach Hause fahren, definitiv erstmal gar nichts machen und dann schauen, was es genau ist. Ich hoffe, es ist nichts Riesengroßes. Die Rasensaison wartet schon um die Ecke."

Zverev hatte bereits früh im ersten Satz einen Stich im linken Oberschenkel verspürt, ab Mitte des zweiten Durchgangs war er körperlich dann komplett eingeschränkt.

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Aufgeben kam für Zverev nicht in Frage

Er sei niemand, der bei jeder Kleinigkeit nach dem Physiotherapeuten rufe, meinte der 21-Jährige: "Nein, das hat wirklich weh getan. Ich konnte mich nicht mehr bewegen, keine Aufschläge mehr machen. Es ging kaum mehr was."

Doch aufgeben, erstmals überhaupt in 236 Profimatches, kam für Zverev nicht infrage: "Natürlich habe ich darüber nachgedacht aufzugeben. In meinem ersten Grand-Slam-Viertelfinale wollte ich das aber nicht", sagte er auf der Pressekonferenz nach dem Spiel. "Auch in Hinsicht auf Dominic. Er sollte das Spiel nicht durch meine Aufgabe gewinnen. Das hätte er nicht verdient gehabt", so Zverev weiter. Lieber kassierte er eine am Ende deutliche 4:6, 2:6, 1:6-Pleite. 

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Ob er mit seiner Entscheidung, weiterzuspielen, womöglich sogar eine schlimmere Verletzung in Kauf genommen hat, bleibt vorerst unklar. Er wolle zunächst die Kernspin-Untersuchung abwarten, betonte Zverev. Gedanken über die kommenden Wochen machte er sich trotzdem, vor allem um den geplanten Start beim Heimturnier in Halle/Westfalen (16. bis 24. Juni). "Ich hoffe, dass ich für Halle bereit sein werde", sagte Zverev: "Und Wimbledon ist jetzt auch nicht so weit entfernt."

Zverev zieht dennoch positives Paris-Fazit

Doch trotz aller Sorgen und Ungewissheiten schaffte es der Hamburger selbst in der Stunde bitterer Enttäuschung, ein insgesamt positives Fazit für seinen Auftritt in Roland Garros zu ziehen. "Ich habe drei Fünfsatzmatches in Folge gewonnen und bin zum ersten Mal ins Viertelfinale gekommen", bilanzierte er: "Es ist alles sehr positiv, die ganze Sandplatzsaison war positiv."

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Auf der Habenseite stehen die beiden Turniersiege im Mai in München und beim Masters in Madrid, wo er Thiem im Finale noch 6:4, 6:4 bezwungen hatte. Paris war nun in der immer noch jungen Karriere des Weltranglistendritten eine weitere Stufe auf dem Weg nach oben.

Doch so begeisternd die erfolgreichen Fünfsatzkrimis in den Runden zwei, drei und im Achtelfinale auch waren. Auch Zverev selbst gab letztlich zu, dass sie an seiner Verletzung zumindest nicht unschuldig waren. Für seine nächsten Grand-Slam-Auftritte hofft er deshalb, einen etwas weniger anstrengenden Weg in die Runde der letzten Acht wählen zu können. Denn die wirklich großen Spieler, zu denen Zverev eines Tages gehören will, überstehen solche langen Matches nicht nur. In der Regel vermeiden sie sie.