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Rafael Nadal besiegt Simone Bolelli in Runde eins der French Open © Getty Images

Rafael Nadal hat in der ersten Runde der French Open überraschend viele Probleme mit Lucky Loser Simone Bolelli. Am Ende beweist der Spanier aber Nervenstärke.

Rafael Nadal hat bei den French Open im Nachsitzen und mit unerwarteter Mühe die zweite Runde erreicht (Männer-Ergebnisse im Überblick).

Der spanische Weltranglistenerste, der in diesem Jahr seinen elften Triumph in Paris anstrebt, gewann sein am Montagabend beim Stand von 0:3 im dritten Durchgang unterbrochenes Auftaktmatch gegen den Italiener Simone Bolelli 6:4, 6:3, 7:6 (11:9).

Allerdings war Nadal gegen die als Lucky Loser ins Hauptfeld gerutschte Nummer 129 der Welt deutlich mehr gefordert als erwartet. Im zweiten und im dritten Satz hatte der 16-malige Grand-Slam-Sieger jeweils mit Break zurückgelegen.

Auch nach der Wiederaufnahme am Dienstag musste der beim Titelgewinn im Vorjahr ohne Satzverlust gebliebene Nadal mehrere knifflige Momente überstehen.

Nadal beweist Nervenstärke

Unter anderem wehrte Nadal im Tiebreak des dritten Satzes vier Satzbälle ab, hatte zuvor bereits beim Stand von 3:4 vier Breakbälle gegen sich. Am Ende bewies der Rekordsieger von Roland Garros aber Nervenstärke. Insgesamt dauerte das Match am Montag und Dienstag 2:57 Stunden.

Vor Nadal hatte am Dienstag auf dem Court Philippe Chatrier der an Nummer drei gesetzte Marin Cilic seine Auftakthürde ohne Probleme genommen.

Der Australian-Open-Finalist aus Kroatien bezwang den Australier James Duckworth mit 6:3, 7:5, 7:6 (7:4).

Williams siegt bei Grand-Slam-Rückkehr

Bei den Damen erreichte Superstar Serena Williams bei ihrer mit Spannung erwarteten Rückkehr auf die Grand-Slam-Bühne die zweite Runde.

Die 36-Jährige besiegte bei ihrer ersten Major-Teilnahme nach 13-monatiger Babypause die Tschechin Kristyna Pliskova 7:6 (7:4), 6:4. Nächste Gegnerin für die ehemalige Weltranglistenerste ist Ashleigh Barty (Australien/Nr. 17) oder Natalja Wichljanzewa (Russland).

Williams konnte sich gegen Pliskova, Zwillingsschwester von Mitfavoritin Karolina (Nr. 6), zu Beginn vor allem auf ihren Aufschlag verlassen. Die Rekord-Grand-Slam-Siegerin ließ im ersten Satz keine einzige Breakchance zu, konnte beim Service ihrer Gegnerin aber umgekehrt auch selbst nur selten punkten. Im zweiten Durchgang servierten beide Spielerinnen dann nicht mehr ganz so dominant, das bessere Ende hatte die US-Amerikanerin für sich.

"Mir hat es gefehlt zu spielen, mir hat Roland Garros gefehlt", sagte Williams nach dem Matchball: "Ich bin sehr zufrieden, wie ich heute gespielt habe."

In Roland Garros nimmt Williams erstmals seit den Australian Open im Januar 2017 wieder an einem Grand-Slam-Turnier teil. Damals hatte sie - bereits schwanger - ihren 23. Major-Titel gewonnen. Vor den French Open hatte sie im März bei den Turnieren in Indian Wells und Miami ein erstes Comeback gewagt, war dort jedoch jeweils früh gescheitert.

Williams ist beim zweiten Major des Jahres dank ihres "Protected Ranking" am Start. Weil sie durch die Pause rund um die Geburt ihrer Tochter Alexis Olympia allerdings bis auf Platz 453 der Weltrangliste abgerutscht ist, gehört sie nicht zu den 32 gesetzten Spielerinnen. Unter anderem Williams selbst hatte deshalb im Vorfeld des Turniers eine Diskussion angestoßen, ob die WTA die Regelung für die Rückkehr nach einer Schwangerschaft ändern sollte.