Peter Gojowczyk steht beim Turnier in Genf im Halbfinale
Peter Gojowczyk muss eine harte Strafe wegstecken © Getty Images

Tennisprofi Peter Gojowczyk ist für seine Erstrunden-Aufgabe bei den French Open in Paris empfindlich bestraft worden.

Der Münchner muss 25.000 Euro zahlen, weil er nach Ansicht des Veranstalters angeschlagen in sein Auftaktmatch gegen den Briten Cameron Norrie gegangen war und dieses nicht beendet hatte. Als Preisgeld für die Teilnahme an Runde eins hatte Gojowczyk 40.000 Euro erhalten.

Im Januar war bei den Australian Open bereits Mischa Zverev mit der gleichen Begründung sanktioniert worden.

Der 30-Jährige musste nach seiner Aufgabe gegen den Südkoreaner Chung Hyeon aufgrund der Strafe in Höhe von 45.000 australischen Dollar (ca. 36.700 Euro) sogar fast sein komplettes Preisgeld von 47.000 Dollar zurückzahlen. Zverev hatte anschließend erfolglos Berufung gegen die Entscheidung eingelegt.

5000 Euro Unterschied

Vor der Saison hatten die vier Grand-Slam-Turniere die Regeln für Aufgaben in der ersten Runde verschärft. Damit soll verhindert werden, dass kranke oder verletzte Spieler nur wegen der Prämie antreten.

Ziehen sie bereits vor dem Match zurück, dürfen sie sich das Preisgeld mit dem nachrückenden Lucky Loser teilen. Für Gojowczyk hätte dies einen Unterschied von 5000 Euro bedeutet.

Der 28-Jährige hatte in Paris aufgrund einer Hüftverletzung nach nur 41 Minuten beim Stand von 1:6, 0:2 aufgegeben. Gojowczyk, der am Samstag noch das Finale des ATP-Turniers in Genf gespielt hatte, war einer von nur zwei Akteuren unter den 256 Spielerinnen und Spielern, der in der ersten Einzelrunde aufgab. Insgesamt zehn Spielerinnen und Spieler hatten bereits vor ihren Auftaktmatches zurückgezogen.