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TENNIS-FRA-OPEN-MEN © Getty Images
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Rafael Nadal fegt über seinen Gegner hinweg und stürmt ins Achtelfinale der French Open. Für Titelverteidiger Novak Djokovic wird Runde drei ein Fünfsatz-Krimi.

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Die Regenfront kam immer näher, da wollte Rafael Nadal auf seiner Jagd nach "La Decima" keine Zeit verlieren: Der Rekordgewinner von Paris hat im Eiltempo das Achtelfinale der French Open erreicht und seine Matchbilanz im Stade Roland Garros auf 75:2 Siege ausgebaut.

Einen Tag vor seinem 31. Geburtstag benötigte der an Position vier gesetzte Nadal für das 6:0, 6:1, 6:0 gegen den Georgier Nikolos Basilaschwili nur 90 Minuten. "Das war mein bestes Match seit einer ganzen Weile. Aber Perfektion gibt es nicht", sagte Nadal.

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Das einzige Spiel gab Linkshänder Nadal zum 5:1 im zweiten Satz ab und erteilte dem Weltranglisten-63. auf dem Court Philippe Chatrier eine Lehrstunde. Der Turnierveranstalter twitterte angesichts des Eiltempos von Nadal vom "Vamos Express". Sein nächster Gegner ist am Sonntag Landsmann Roberto Bautista-Agut.

Historische Leistung möglich

Der 14-malige Major-Sieger Nadal könnte am Bois de Boulogne seinen zehnten Paris-Titel seit 2005 holen. Es wäre eine historische Leistung, denn in der Open Era seit 1968 ist es noch keinem Profi gelungen, ein und dasselbe Grand-Slam-Turnier so oft zu gewinnen.

Derzeit teilt sich Nadal den Rekord mit Martina Navratilova. Die gebürtige Tschechin hatte in Wimbledon zwischen 1978 und 1990 insgesamt neunmal triumphiert. Seine einzigen beiden Niederlagen hatte Nadal in Paris 2009 (Achtelfinale) und 2015 (Viertelfinale) kassiert.

In der vergangenen Saison hatte "Rafa" in der französischen Metropole wegen einer Blessur am Handgelenk nicht zu seinem Drittrunden-Match antreten können. "Dabei kam ich im letzten Jahr mit so vielen positiven Gefühlen hierher. Ich hoffe, dass sich diese Geschichte nicht wiederholt", meinte Nadal.

Fünfsatz-Krimi für Djokovic

Novak Djokovic hat im Anschluss das früheste Ausscheiden eines Titelverteidigers bei den French Open seit 2004 gerade noch abgewendet.

Trotz zweimaligen Satzrückstands gewann der an Position zwei gesetzte Serbe in 3:19 Stunden mit 5:7, 6:3, 3:6, 6:1, 6:1 gegen den Argentinier Diego Schwartzman und steht zum elften Mal seit 2006 im Achtelfinale von Paris. Dort trifft er am Sonntag auf Albert Ramos-Vinolas (Nr. 19) aus Spanien.

Lange Zeit erlaubte sich der zwölfmalige Grand-Slam-Sieger Djokovic, der nur acht seiner 21 Breakchancen nutzte, auf dem Court Philippe Chatrier zu viele leichte Fehler (insgesamt 55). Auch sein Coach Andre Agassi blickte bei zeitweiligem Nieselregen in der französischen Metropole bedrückt drein.

Allerdings zeigte Schwartzman in seinem ersten Drittrunden-Match bei einem Major auch eine ganz starke Leistung und zwang den haushohen Favoriten in lange und kräftezehrende Grundlinienduelle.

Wortgefecht mit Referee

Der Frust von Djokovic wurde deutlich, als er sich im vierten Durchgang beim Stand von 4:1 mit Stuhlreferee Carlos Ramos anlegte und dem Portugiesen unter anderem zurief: "Was habe ich gesagt? Verstehst du serbisch?"

Ramos hatte gegen den 30-Jährigen zuvor eine Verwarnung wegen Fluchens ausgesprochen, nachdem Djokovic Minuten zuvor ein "Warning" wegen Zeitüberschreitens beim Aufschlag kassiert hatte.