2017 French Open - Day Five
2017 French Open - Day Five © Getty Images
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Carina Witthöft verpasst den Sprung ins Achtelfinale der French Open klar gegen Karolina Pliskova. Dabei war bereits bei ihrem Weg zum Court der Wurm drin.

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Carina Witthöft hat den Sprung ins Achtelfinale der French Open (täglich im LIVETICKER) verpasst und ist in Paris als letzter deutscher Tennisprofi ausgeschieden.

Die Weltranglisten-73. aus Hamburg unterlag in ihrem Drittrundenmatch US-Open-Finalistin Karolina Pliskova (Nr. 2) mit 5:7, 1:6. 

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"Direkt nach dem Match bin ich schon sehr enttäuscht. Im ersten Satz habe ich gespürt, dass sie gewackelt hat und ich nah dran war", sagte Witthöft, die den zweiten Durchgang aber klar verlor: "Da habe ich komplett den Faden verloren. Ich muss jetzt versuchen, das Positive mitzunehmen."

Witthöfs Irrweg zu Platz drei

Schon vor Spielbeginn war für Witthöft der Wurm drin. Die Weltranglisten-73. kam zehn Minuten zu spät auf Court 3, "weil der Security-Mann den Weg nicht wusste", berichtete sie und schüttelte verärgert den Kopf: "Dazu kann man nichts sagen."

Während Pliskova schon eine gefühlte Ewigkeit und ungeduldig mit wippenden Beinen auf ihrem Stuhl wartete, irrte Witthöft zusammen mit der Sicherheitskraft quer über die Anlage: "Ganz außen rum, irgendwann waren wir bei Court 8", meinte sie mit ironischem Lächeln. Die deutsche Nummer sechs war allerdings auf Platz 3 gefragt.

"Ich wusste, dass Carina noch kommt, weil ich sie ja kurz zuvor noch in der Umkleidekabine gesehen hatte", sagte Pliskova über die ungewöhnliche Situation.

Pliskova nutzt ersten Matchball

Nach 70 Minuten verwandelte die Tschechin mit einem erfolgreichen Überkopfball ihren ersten Matchball in einer Partie, die wegen Regenfällen um einen Tag auf Pfingstsonntag verlegt worden war. 

Damit muss die 22-jährige Witthöft bei einem Major-Turnier weiter auf ihren ersten Sprung in die Runde der letzten 16 warten. 

Bereits zum Auftakt des bedeutendsten Sandplatzturniers waren elf der 13 DTB-Starter gescheitert - darunter die topgesetzte Angelique Kerber (Kiel) und Rom-Sieger Alexander Zverev (Hamburg/Nr. 9). Es bedeutete das schlechteste Abschneiden der Deutschen bei einem Grand-Slam-Event seit 2008.

Witthöft mit starkem Beginn

Auf dem gut gefüllten Court 3 agierte Witthöft zunächst mutig und ging mit 4:2 in Führung. Doch die 1,86 Meter große Pliskova kam immer wieder durch ihre flachen Grundlinienschläge zum Erfolg. 

Nachdem Witthöft ihr Service zum 5:6 abgegeben hatte und unmittelbar danach drei Breakbälle in Serie nicht nutzen konnte, verwandelte Pliskova mit einem Aufschlagwinner ihren ersten Satzball nach 46 Minuten.

Der Bann war gebrochen, denn die Tschechin zog im Anschluss schnell auf 4:0 davon. Während Pliskova 34 direkte Gewinnschläge glückten, gelangen Witthöft nur fünf Winner.

Die 25-jährige Pliskova könnte Kerber an der Spitze des WTA-Rankings verdrängen, wenn sie das Finale in Roland Garros erreicht. Auch ein Turniersieg von Simona Halep (Rumänien/Nr. 3) hätte zur Folge, dass die zweimalige Grand-Slam-Siegerin Kerber am übernächsten Montag nicht mehr auf dem Tennis-Thron sitzt.