Roger Federer ist mit der Reform des Davis Cups nicht einverstanden
Roger Federer ist mit der Reform des Davis Cups nicht einverstanden © Getty Images

Der Internationale Tennis Verband revolutioniert den Davis Cup. Roger Federer ist damit nicht einverstanden, vor allem weil die Spieler nie gefragt wurden.

von Sportinformationsdienst

Der 20-malige Grand-Slam-Champion Roger Federer hat sich kritisch zur Davis-Cup-Reform geäußert. "Ich bin traurig darüber, nicht mehr den Davis Cup zu haben, der er einmal war", sagte der 37-jährige Schweizer im Rahmen einer Pressekonferenz beim Masters-Turnier in Cincinnati.

Gleichzeitig forderte Federer den Weltverband ITF auf, das neue Format attraktiv für Spieler und Zuschauer zu gestalten. Die Spieler selbst seien nie gefragt worden, was er "in gewisser Hinsicht fehlerhaft" finde, merkte Federer an.

Für die Finanzierung des neuen Formats soll die Investmentgruppe Kosmos sorgen, zu deren Gründern Spaniens ehemaliger Fußball-Weltmeister Gerard Pique gehört. Drei Milliarden Dollar für 25 Jahre sind versprochen, allerdings fehlt den Kritikern bei diesem Deal die Transparenz. "Ich hoffe wirklich, dass jeder Cent für die nächste Generation aufgewendet wird", meinte Federer.

Djokovic versteht Reform

Der frühere Weltranglistenerste Novak Djokovic zeigte dagegen Verständnis für die Reform. "Veränderungen waren für das Format unvermeidlich", sagte der 31-jährige Serbe und fügte hinzu: "Ich bin wirklich froh, dass die ITF-Leute die Dringlichkeit verstehen, das Format und den Zeitplan zu ändern."

Anstelle von vier über das Kalenderjahr verteilte Runden mit Heim- und Auswärtsspielen in der Weltgruppe spielen ab 2019 nun 18 Teams in einem einwöchigen Turnier in der zweiten November-Hälfte um die begehrte Mannschaftstrophäe.

---

Lesen Sie auch:

Drei Matches, zwei Gewinnsätze: Das ist der neue Davis Cup

"Kein Respekt": Stich kritisiert Davis-Cup-Reform

---