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Alexander Zverev scheitert beim ATP-Turnier in München völlig überraschend an Qualifikant Ilja Iwaschka. Die deutschen Hoffnungen ruhen nun auf Jan-Lennard Struff.

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Nach einer bösen Pleite von Alexander Zverev ist Jan-Lennard Struff die letzte deutsche Hoffnung auf einen Heimsieg beim ATP-Turnier in München. (NEWS: Alles zum Tennis)

Zverev schied nach einer enttäuschenden Leistung mit 7:6 (7:5), 5:7, 3:6 gegen den Qualifikanten Ilja Iwaschka aus Belarus aus.

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Zuvor hatte sich Struff in einem Kraftakt mit 6:4, 4:6, 7:6 (7:3) gegen Filip Krajinovic aus Serbien ins achte Halbfinale seiner Karriere gerettet. Dort kämpft er nun um seine erste Teilnahme an einem Finale auf der Tour.

Zverev war nach seinem vorzeitigen Scheitern völlig niedergeschlagen. "Das ist ein Match, das ich nie verlieren darf, ich bin traurig und enttäuscht", sagte er.

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BMW Open: Zverev scheitert an No Name

Vor allem der Aufschlag, den er wegen seiner Probleme am Ellenbogen zuletzt kaum trainieren konnte, ließ ihn im Stich.

"Ich habe irgendwann meine Bewegung verloren und wusste nicht mehr, wie ich die Kugel ins Feld bringen soll", klagte der Weltranglistensechste, der 14 Doppelfehler servierte, drei davon beim Aufschlagverlust zum 3:5 im dritten Satz. 

Zverev verspielte ein deutsches Duell und damit einen sicheren deutschen Finalisten allerdings auch durch zahlreiche weitere leichte Fehler. (Kalender der ATP-Saison 2021)

Iwaschka, nur die Nummer 107 der Weltrangliste, blieb dadurch jederzeit im Match, schlug gut auf, spielte mutig. Zverev haderte mit sich und seinem Spiel, diskutierte immer wieder mit seinem Vater in der dritten Tribünenreihe des Centre Courts - allein: Es half nichts. Nach insgesamt 2:33 Stunden als Verlierer den Platz. 

Zverev: Kein Service nach Ellbogen-Blessur

Iwaschka dagegen steht nach dem größten Sieg seiner Karriere somit völlig überraschend dem Traum von Struff vom ersten Finaleinzug und damit auch dem ersten Turniersieg im Wege.

Dass er kein leichtes Spiel haben würde gegen den vermeintlichen Außenseiter, war diesem aber schon vorher klar. "Iwaschka spielt ganz gutes Tennis hier", sagte Struff. Iimmerhin habe der 27 Jahre alte Belarusse, der erstmals ein Halbfinale erreicht hat, in der ersten Runde den Finnen Emil Ruusuvuori mit 6:1, 6:2 "weggeblasen".

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Dennoch ist die Gelegenheit günstig für Struff, nach seinem dreistündigen Kraftakt gegen Krajinovic im achten Versuch erstmals das Finale eines ATP-Turniers zu erreichen. (die ATP-Weltrangliste)

"Ich bin den Schritt noch nicht gegangen ins Finale, um um einen Titel zu spielen. Diesen Schritt möchte ichnatürlich gehen." Am Sonntag locken neben der Siegprämie auch ein 180.000 Euro teures Auto und eine Lederhose als Sonderpreise.

Jan-Lennard Struff steht bei den BMW Open im Halbfinale
Jan-Lennard Struff steht bei den BMW Open im Halbfinale © Imago

Struff bleibt die deutsche Hoffnung

Struff hat allerdings auch schon ein paar Meter in den Beinen. 2:38 Stunden hatte er schon im deutschen Achtelfinale gegen den giftigen Dominik Koepfer zum Dreisatzsieg benötigt.

"Es waren zwei intensive Matches, klar", sagte er nach der Partie gegen Krajinovic, dem beim dritten Matchball der deutschen Nummer zwei ein Doppelfehler unterlief. "Es war ein Auf und Ab, das war schon krass", sagte Struff nach dem Schlagabtausch mit der Nummer 36 der Weltrangliste.

Nach dem Gewinn des ersten Satzes schlug Struff erst im Tiebreak des dritten wieder entscheidend zu. In München steht er nun zum zweiten Mal nach 2014 im Halbfinale, 2017 und 2018 hatte ihm Zverev bereits im Viertelfinale den Weg ins Endspiel verwehrt.

Die Teilnehmer des zweiten Halbfinales werden erst am Samstag ermittelt. Die Viertelfinal-Begegnungen zwischen dem Australier John Millman und dem Norweger Casper Ruud (3:6) sowie zwischen Nikolos Bassilaschwili aus Georgien und dem Slowaken Norbert Gombos (5:4) mussten am Freitagabend wegen Regens abgebrochen werden.