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München - Alexander Zverev wird Vater, außerdem sieht er sich Gewaltvorwürfen ausgesetzt. Wie wirken sich die Geschehnisse auf seine sportliche Leistung aus?

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Sportlich lief das Jahr 2020 für Alexander Zverev unter dem Strich bislang herausragend.

Bei zwei von drei Grand-Slam-Turnieren erreichte Deutschlands bester Tennis-Spieler das Halbfinale, bei den US Open sogar das Finale.

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Eine derart gute Bilanz hatte der 23-Jährige zuvor noch nie in seiner Karriere vorzuweisen seit seiner ersten Teilnahme an einem der vier großen Turniere im Jahr 2014. Darüber hinaus feierte Zverev seine ATP-Titel Nummer zwölf und 13, beide beim neuen Event in Köln.

Er hat sich durch seine Leistungen zum vierten Mal in Folge für die ATP Finals qualifiziert, die er 2018 für sich entschieden hatte.

Insofern könnte man sagen: Zverev hat den nächsten Schritt in seiner Karriere gemacht, man darf vom Hamburger in den kommenden Jahren weitere Großtaten erwarten.

Zverev erreicht US-Open-Finale trotz Corona-Ärger

Doch möglicherweise könnte diese Entwicklung ins Stocken geraten, wenn nicht sogar sich in die andere Richtung bewegen. Denn der Wirbel um die Privatperson Sascha Zverev wurde zuletzt immer größer. Nimmt seine sportliche Laufbahn dadurch sogar Schaden?

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In den vergangenen Monaten hat Zverev unter Beweis gestellt, dass er in der Lage ist, negative Schlagzeilen auszublenden.

Trotz massiver Kritik an seiner Person nach der Teilnahme an der umstrittenen Adria Tour und Partys ohne Einhaltung der Abstandsregeln in der Corona-Zeit erzielte der jüngere Bruder von Mischa Zverev mit dem Finale bei den US Open das beste Grand-Slam-Resultat seiner Karriere. (Die Weltrangliste der ATP)

Dabei präsentierte sich Zverev außergewöhnlich reif. Er hielt sich an die strengen Auflagen in der Bubble von New York, arbeitete zielstrebig an seinem Spiel und zerschmetterte keine Schläger.

Rechtsstreit mit Ex-Manager Apey macht Zverev zu schaffen

Doch die Vergangenheit hat gezeigt: Nicht immer bleibt er cool, wenn er sich mit Problemen, die nicht unmittelbar mit seinem Sport zu tun haben, auseinandersetzen muss.

Im Frühjahr 2019 machten ihm die Folgen eines Rechtsstreits mit seinem Ex-Manager Patricio Apey zu schaffen. In Wimbledon gipfelten diese dann mit einem blamablen Erstrundenaus.

"Die letzten zwei Tage waren sehr hart für mich. Was gerade los ist, ist abartig", sprach Zverev danach seine Ablenkung durch die damals ungeklärte Situation um sein Management offen an.

Er gab zu, dass sie ihn auch auf dem Platz belastete. "Ich schalte mich selber aus. Ich fange sehr gut an, auf einmal passiert etwas. Dann fange ich an, viel schlechter zu spielen, bin unkonzentriert und denke über viel zu viel nach", erklärte Zverev.

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ATP Masters in Paris und Finals in London stehen an

Dass er anfällig dafür ist, dass sich Nebenkriegsschauplätze negativ auf seine Leistung auf dem Court auswirken, lässt auch eine Aussage aus dem Mai 2019 vermuten. "Ich habe letztes Jahr aus einem Grund so gut gespielt: Ich hatte nichts anderes zu tun außer Tennis", sagte der jetzige Weltranglistensiebte damals.

Und wie schlägt sich nun der aktuelle private Wirbel in Zverevs Spiel wieder?

Zwar steht vor den Australian Open Anfang 2021 kein Grand-Slam-Turnier mehr an, doch Aufschluss geben dürften schon das am Samstag in Paris beginnende Masters sowie die inoffizielle WM ab 15. November in London, wo Zverev sich mit den neben ihm besten sieben Spielern der Saison misst.

Doch kurzfristig dürften die neuesten offenen Fragen ohnehin nicht beantwortet sein.

Ex-Freundin Brenda Patea erwartet Kind von Zverev

Da wäre zum einen die, wer das Sorgerecht für Zverevs Kind erhält. Seine Ex-Freundin Brenda Patea ist schwanger, er bestätigte seine Vaterschaft in einem Social-Media-Post.

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Darin tat er kund, dass er und das Model ein "gutes Verhältnis" hätten und sich auf eine Lösung einigen würden. "Wir werden uns gemeinsam um den kleinen Menschen, der da heranwächst, kümmern", ergänzte der 23-Jährige.

Ob Patea da mitmacht? Ihre Aussagen in der Gala klangen ein wenig anders. Auf die Frage, ob sie sich das Sorgerecht mit Zverev teilen wolle, stellte die ehemalige GNTM-Teilnehmerin klar: "Das ist für mich ausgeschlossen." Sie sei in der Lage, das Kind auch allein großzuziehen, fügte sie hinzu.

Bis in diesem Fall eine Einigung erfolgt, dürften also noch einige klärende Gespräche für Zverev anstehen.

Olga Sharypova erhebt schwere Vorwürfe

Noch mehr Ärger droht dem Tennis-Star mit Olga Sharypova, die jüngst kurz nach Pateas Interview mit schweren Anschuldigungen an die Öffentlichkeit ging.

Zverev habe die Russin während der US Open 2019 misshandelt, warf sie ihrem Ex-Freund vor, der die Vorwürfe als unwahr bezeichnete. Zudem kündigte Sharypova an, in nächster Zeit mit weiteren Details oder womöglich noch weiteren Geschichten zur Beziehung mit Zverev auszupacken.

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Im schlimmsten Fall für den Deutschen könnte die ehemalige Tennis-Spielerin sogar vor Gericht gehen. Eine Initiative fordert gar seinen ATP-Ausschluss.

Ob Zverev diese Geschichten auf Platz ausblenden kann, wird sich herausstellen. Schafft er das nicht, könnte es mit seiner sportlichen Entwicklung bergab gehen.