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Köln - Alexander Zverev kommt zwei Titeln in Köln immer näher. Gegen einen Franzosen muss der Hamburger aber bis fast an die Grenze seiner Leidensfähigkeit gehen.

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Alexander Zverev hat das "Double am Dom" vor Augen, und auf dem Weg zum zweiten Titel in Köln gibt es sogar die Chance zu einer heißen Revanche:

Der Weltranglistensiebte kämpfte sich am Freitag trotz Schmerzen durch ein 6:4, 6:7 (5:7), 6:4 gegen den Franzosen Adrian Mannarino ins Halbfinale, dort wartet ein alter Bekannter aus Südtirol.

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Am hochtalentierten Jannik Sinner (19) war Zverev zuletzt noch im Achtelfinale der French Open gescheitert. 

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"Ich habe gedacht, ich höre vielleicht auf. Aber ich muss ein gebrochenes Bein haben, bevor ich aufgebe", sagte Zverev nach dem Erfolg über den an acht gesetzten Mannarino und bedankte sich bei den wenigen Zuschauern in der Halle: "Ich habe die Unterstützung unheimlich gemerkt." 

Zverev mit Abschürfungen am Finger

Wie beim holprigen Auftaktsieg beim zweiten Teil des Kölner Doppelpacks gegen den Australier John Millman musste Zverev am Freitag viel investieren, hinzu kamen Probleme an der Hüfte.

Nach 2:40 Stunden verwandelte er seinen ersten Matchball und ist noch zwei Siege von seinem 13. Turniersieg auf der ATP-Tour entfernt. Schon in der Vorwoche hatte Zverev beim ersten Kölner Turnier triumphiert.

Gegen Mannarino gelang dem Hamburger ein frühes Break zum 2:0, doch der letzte deutsche Profi im Einzelfeld verspielte den Vorteil sogleich wieder. Kurz darauf zog sich Zverev bei einem Rettungsversuch leicht blutige Abschürfungen an zwei Fingern der Schlaghand zu und musste von einem Physio behandelt werden - Probleme machte die Verletzung nicht.

Bei Aufschlag Mannarino nutzte die Nummer eins der Setzliste seinen vierten Satzball zum 6:4.

Zverev gegen Mannarino angeschlagen

Wie beim Auftakt gegen Millman hatte Zverev im zweiten Satz Probleme und wehrte beim Stand von 2:2 drei Breakbälle ab. Der 23-Jährige blieb danach cool, nahm Mannarino das Service zur 5:3-Führung zu Null ab, machte das Match aber nicht zu. Wegen Hüftproblemen wurde Zverev erneut behandelt, der Tiebreak ging verloren. 

Im entscheidenden Durchgang gelang Zverev das Break zum 4:3, diesmal ließ er den Franzosen nicht zurück ins Spiel und steht wieder in der Vorschlussrunde. "Ich freue mich, dass ich wieder im Halbfinale bin."

Anders als bei der letzten Begegnung mit Mannarino ging es in Köln ganz ohne Chaos zu.

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Erinnerungen an das Chaos bei den US Open

Auf dem Weg ins Endspiel der US Open war Zverev in der dritten Runde Anfang September ebenfalls auf den Franzosen getroffen - erst nach großer Verwirrung und fast dreistündigem Hin und Her konnte das Match überhaupt gespielt werden, weil die New Yorker Behörden Mannarino zuvor aufgrund des Coronafalls seines Landsmanns Benoit Paire aus dem Turnier nehmen wollten. 

Auch, weil Zverev sich als fairer Sportsmann erwies und auf Mannarino wartete, konnte das Match bei den US Open doch noch gespielt werden und der Deutsche siegte nach anfänglicher Mühe. Auch am Freitag musste Zverev viel investieren.

In Köln kann sich Zverev ganz auf seinen Titel-Doppelpack konzentrieren, schon am Donnerstag war der Weltranglistensiebte im Doppel-Wettbewerb mit seinem Bruder Mischa im Viertelfinale an den French-Open-Siegern Kevin Krawietz/Andreas Mies gescheitert. Im Einzel ist der US-Open-Finalist der letzte verbliebene Deutsche.