Alexander Zverev hatte an der umstrittenen Adria-Tour teilgenommen
Alexander Zverev hatte an der umstrittenen Adria-Tour teilgenommen © Imago
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Alexander Zverev verzichtet trotz einer Zusage auf eine Teilnahme am Turnier in Berlin. Er verkündet zudem eine Zusammenarbeit mit David Ferrer.

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Alexander Zverev wird nicht Einladungsturnier in Berlin vom 13. bis 19. Juli teilnehmen.

"Ich habe geplant, in diesem Monat in Berlin zu spielen, aber habe die Entscheidung getroffen, mit meinem Team zu trainieren und aktuell keine organisierten Veranstaltungen zu spielen", teilte Zverev in seiner Instagram-Story mit.

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Es sei "niemals schön, auf eine Chance, zu Hause zu spielen, zu verzichten, aber ich werde bald zurückkommen", sagte Zverev, der zudem angab, dass auch sein dritter Test auf das Coronavirus negativ war.

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Deutschlands Topspieler sollte Zugpferd des von Edwin Weindorfer organisierten Events im Steffi-Graf-Stadion und in einem Hangar des Flughafens Tempelhof sein. Allerdings hatte Weindorfer trotz eines Vertrags bereits Zweifel an Zverevs Teilnahme geäußert - und diesen zuletzt kritisiert.

Turnier-Organisator übt Kritik an Zverev

Zverev habe "nicht nur einen Fehler gemacht, sondern zwei", hatte Weindorfer der Süddeutschen Zeitung in der vergangenen Woche gesagt. Er bezog sich damit auf Zverevs Verhalten während der vieldiskutierten Adria Tour und in einem Video, das ihn kurz danach bei einer ausgelassenen Party zeigte.

In Berlin sei "so etwas ausgeschlossen", hatte Weindorfer hinzugefügt: "Hier sind ganz klare Verhaltensregeln." Wie diese aussehen, daran ließ er keinen Zweifel: "Bei uns herrscht Zero Tolerance. Wenn sich ein Spieler hier danebenbenimmt und glaubt, er kann in dieser Woche Party machen, wird dieser Spieler von uns eliminiert."

Am Nachmittag ließ der Turnier-Organisator Kritik an der Absage durchscheinen: "Wir sind über diese Entscheidung enttäuscht, denn aus unserer Sicht wäre es für Alexander Zverev eine gute Chance gewesen, vor Publikum in Berlin nach den Turbulenzen zuletzt den Fokus wieder auf sein Tennis zu richten."

Kein Aufeinandertreffen mit Kyrgios

Zverev vermeidet damit womöglich auch ein pikantes Aufeinandertreffen mit Nick Kyrgios, der ihn für sein Verhalten bei der Adria-Tour und ein weiteres Party-Video kritisiert hatte.

Zverev, Novak Djokovic und Co. hatten bei der Showtour nicht nur vor überraschend vielen Zuschauern gespielt, sondern sich auch eng mit Fans umgeben und Partys gefeiert. Auf Abstands- und Hygienemaßnahmen angesichts der Pandemie hatten sie offensichtlich kaum geachtet.

Auf eine Entschuldigung für sein Verhalten verzichtete Zverev aber in seinem Statement.

Allerdings sitzt der Australier Kyrgios in seiner Heimatstadt Melbourne fest, die seit Dienstag in einem Corona-Lockdown isoliert ist. Am Mittwochnachmittag sagte Kyrgios deswegen für das Turnier ab.

Ersatzkandidaten für Kyrgios und auch Zverev gibt es noch nicht. "Die Zeit drängt zwar extrem, aber wir werden alles versuchen, um noch mögliche 'Last-Minute-Optionen' zu ziehen", sagte Weindorfer.

Und auch Thiem, der sich ebenfalls Kyrgios' Zorn zugezogen hat, ist für das Turnier in Berlin angekündigt.

Bei den Frauen springt die Lettin Anastasija Sevastova für die Französin Caroline Garcia ein, die wegen einer Fußverletzung passen muss.

Zverev arbeitet mit Ferrer zusammen

Zverev verkündete zudem, dass er wie erwartet mit David Ferrer eine Zusammenarbeit testet.

Beide trainieren seit Montag gemeinsam in Monte Carlo. Zverev war seit der geräuschvollen Trennung von Ivan Lendl im vergangenen Jahr zuletzt wieder hauptsächlich von seinem Vater gecoacht worden.

In der 15-tägigen "Probezeit" solle die zukünftige Beziehung zwischen beiden bestimmt werden, hieß es zuletzt in einem später gelöschten Statement der Akademie von Ex-Profi Ferrer.

Davis-Cup-Kapitän Michael Kohlmann hat eine hohe Meinung von Zverevs potenziellem neuen Trainer. "David Ferrer steht für intensives Training, intensives Arbeiten, für jeden Tag 100 Prozent bringen. Wenn man ihn in welcher Funktion auch immer bekommen kann, ist das eine positive Geschichte", sagte er bei SPORT1.