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Roger Federer muss nach einer Operation zahlreiche Turniere absagen, darunter auch die French Open. Für seine Rückkehr hat er einen bestimmten Zeitraum im Auge.

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1513 Matches auf der Tour fordern ihren Tribut: Tennis-Idol Roger Federer fällt nach einer Operation am rechten Knie monatelang aus. Wie der 38 Jahre alte Schweizer Superstar am Donnerstag in den Sozialen Medien mitteilte, muss er unter anderem auch für die French Open (18. Mai bis 7. Juni) absagen. Federer wird erst bei den Rasenturnieren im Sommer wieder angreifen.

"Mein rechtes Knie hat mich eine kleine Weile gestört", schrieb Federer bei Twitter. Er habe sich daher am Mittwoch einer Arthroskopie unterzogen: "Nach dem Eingriff haben die Ärzte mir bestätigt, dass es die richtige Entscheidung war und sie sehr zuversichtlich sind, dass ich mich voll erhole." Er könne es nicht erwarten, wieder auf dem Platz zu stehen, schrieb die langjährige Nummer eins der Welt: "Wir sehen uns auf Rasen."

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Comeback in Halle oder Stuttgart

In Stuttgart oder Halle/Westfalen könnte der Rekordsieger im Juni sein Comeback feiern, zuvor steht eine lange Phase der Erholung und Rehabilitation an. Im deutschen Nachbarland sorgte die Nachricht des Weltstars für Entsetzen. "Tennis-Schock", titelte das Boulevardblatt Blick. Schon 2017 und 2018 hatte Federer auf die Sandsaison verzichtet, allerdings freiwillig.

In diesem Jahr hatte er zumindest mit den French Open geplant, die er 2009 zum bislang einzigen Mal gewonnen hat. Federers große Ziele liegen jedoch später im Jahr: In Wimbledon rechnet er sich die größten Chancen auf einen weiteren Grand-Slam-Titel aus, in Tokio will er zum fünften Mal an Olympischen Spielen teilnehmen - Einzelgold fehlt Federer noch in seiner Sammlung.

Bereits Probleme in Melbourne 

Doch bereits bei den Australian Open litt der gebürtige Basler sichtbar unter körperlichen Problemen. "Respekt für Roger", sagte Novak Djokovic, nachdem er den 20-maligen Majorsieger im Halbfinale deutlich in drei Sätzen geschlagen hatte: "Er ist offenbar verletzt und körperlich angeschlagen." Ob damals schon die Knieprobleme eine entscheidende Rolle spielten, sagte Federer nicht.

Der Mann mit der malerischen Rückhand hat in seiner einzigartigen Karriere bisher vergleichsweise wenige schwerwiegende Verletzung erlitten. Der Rücken plagte ihn von Zeit zu Zeit, 2016 musste er sich einer OP am linken Knie unterziehen. Federer verlor dadurch viele Punkte und fiel erstmals seit 2002 aus den Top Ten, das droht ihm zunächst nicht.

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2017 kam Federer zurück - und wie. In Melbourne triumphierte er, später auch in Wimbledon - zum achten Mal. Federer, der Grand-Slam-Rekordsieger, brennt auch im beinahe biblischen Tennisalter auf weitere Bestmarken. Nur noch sechs Erfolge fehlen ihm zu den 109 Tour-Titeln von Jimmy Connors.

Karriere-Ende rückt näher

Dieser Rekord rückt durch die Zwangspause jedoch in den Hintergrund, das Ende dieser unvergleichbaren Laufbahn dafür etwas näher. Zwar hat Federer "keine Pläne für den Ruhestand", wie er zuletzt am Rande eines Charity-Events in Südafrika sagte.

Lässt sein Körper Spitzentennis jedoch nur noch sporadisch zu, dürfte Federers Entscheidung zugunsten der Familie schneller fallen, als vielen Fans lieb ist.