Nitto ATP Finals - Day Eight
Vater Alexander senior (rechts), Mutter Irina und Hund Lövik waren auch nach dem Final-Coup gegen Novak Djokovic die ersten Gratulanten © Getty Images

Nach dem größten Erfolg seiner Karriere hebt Deutschlands Tennisstar Alexander Zverev die Rolle seine Vaters hervor. Er sei noch wichtiger als Neu-Coach Ivan Lendl.

von Sportinformationsdienst

Alexander Zverev hat nach seinem Titelgewinn beim ATP-Saisonfinale in London die Arbeit seines Vaters Alexander senior hervorgehoben.

Bei allem Respekt für Ivan Lendl, der seit August zu seinem Team gehört, "ist mein Vater derjenige, der die Grundlagen gelegt hat. Er ist derjenige, der mir beigebracht hat, wie man Tennis spielt", sagte Zverev: "Mein Vater verdient die meiste Anerkennung."

Zverev senior (58) sagte nach dem Finalerfolg seines Sohnes über den Serben Novak Djokovic (6:4, 6:3) zur Aufgabenverteilung zwischen ihm und Lendl: "Ich bin mit Sascha 50 Wochen im Jahr unterwegs, Ivan ist vielleicht zwölf Wochen dabei." Wer Berater und wer Chefcoach sei, soll jeder für sich selbst entscheiden: "Ivan ist erst kurz bei uns, ich will nicht beurteilen, welchen Anteil er hat. Er macht seine Arbeit sehr gut."

Lendl und Zverev senior analysieren Gruppen-Pleite

Zverev (21) hatte bereits während des Turniers erklärt, dass die Beziehung zwischen seinem Vater und dem früheren Ausnahmespieler Lendl viel wichtiger sei, als sein Verhältnis zur einstigen Nummer eins. Nach dem Sieg über Djokovic sagte er: "Ivans Erfahrung auf und neben dem Platz ist unglaublich." Der 58-Jährige habe gemeinsam mit seinem Vater die Niederlage gegen Djokovic in der Gruppenphase analysiert und einen neuen Matchplan ausgegeben.

Auch der dreimalige Wimbledonsieger Boris Becker lobte den Einfluss seines ehemaligen Dauerrivalen Lendl. "Ich sehe bei Sascha eine andere Einstellung und eine andere Spielweise. Man kann die Handschrift von Ivan Lendl erkennen. Er wurde geholt, um die großen Titel zu gewinnen. Ich glaube, sie haben alles richtig gemacht", sagte Becker bei Eurosport.

"Wichtig war, dass er daran geglaubt hat zu gewinnen. Vor allem nach dem 4:6, 1:6 im Gruppenspiel", sagte Zverev senior: "Das war zwar nicht schlecht, aber Sascha musste ein paar Sachen verbessern. Er musste seine Rückhand häufiger einsetzen und mental stärker sein." Der Erfolg seines Sohnes sei für ihn "absoluter Wahnsinn". Vielleicht hilft ihm dieser Sieg, "bei den großen Turnieren besser zu spielen", sagte er.