BMW Open by FWU 2018 - Day 1
Alexander Zverev zeigt sich bei den BMW Open in München fannah. © Getty Images

München - Beim ATP-Turnier in München will Alexander Zverev den deutschen Fans einiges bieten. Die Zusammenarbeit mit einer Tennislegende schließt er nicht aus.

von Kai Hartwig

Deutschlands bester Tennisspieler Alexander Zverev ist auf Heimatbesuch. Beim ATP-Turnier in München geht die aktuelle Nummer drei der Weltrangliste diese Woche auf Titeljagd.

Zverev ist gerne bei den BMW Open in München. "Ich fühle mich hier sehr wohl, München und das Turnier waren immer gut zu mir. Hier hören sie auf die Belange der Spieler, es ist eine familiäre Atmosphäre", lobt er vor Pressevertretern die Arbeit der Organisatoren.

ATP-Turniere auf deutschem Boden sind mittlerweile rar gesät. Neben München gibt es noch die beiden Rasenturniere in Stuttgart und Halle sowie das Sandplatzturnier am Hamburger Rothenbaum.

Und so verspürt die größte deutsche Tennishoffnung eine Portion zusätzliche Motivation, vor heimischem Publikum ganz besonders zu glänzen: "Wenn ich in Deutschland bin, möchte ich mein bestes Tennis spielen und natürlich auch das Turnier gewinnen."

Um in Zukunft auch bei den Grand-Slam-Turnieren, in denen es für den fast zwei Meter großen Schlaks noch nie weiter als bis ins Achtelfinale ging, Bestleistung bringen zu können, wurde Zverev schon mehrfach ein sogenannter "Supercoach" ans Herz gelegt. Die Namen der ehemaligen Topstars Ivan Lendl und Boris Becker halten sich hartnäckig.  

Zverev über Lendl und Becker

Nach der frühzeitig gescheiterten Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Weltranglistenersten Juan Carlos Ferrero bekräftigt Zverev, derzeit zwar nicht auf der Suche nach einem Nachfolger für den Spanier zu sein. "Momentan bin ich sehr froh mit meinem Team", so Zverev.

Doch wenn das Trainerteam des Hamburgers künftig Verstärkung bekommen sollte, dann nur durch einen "Supercoach". Der 21-Jährige hat diesbezüglich klare Vorstellungen: "Ich brauche nicht jemanden, der als 'normaler' Coach gilt. Ferrero war ein außergewöhnlicher Spieler, aber er war kein Lendl und kein Becker", nennt Zverev die einzigen beiden Kandidaten, die für ihn in Frage kommen.

Zwar sei die Zusammenarbeit mit dem ehemaligen French-Open-Sieger gut gewesen, doch in Zukunft bevorzugt Zverev einen anderen Trainertyp. Auch Zverevs Vater hätte bei einem neuen Coach ein gewichtiges Wort mitzureden, mit Lendl und Becker verstehe dieser sich nach Aussage seines Sohnes blendend. 

Vor French Open: "Gegen Nadal ist es wie bei FIFA"

Was das kommende Grand-Slam-Turnier in Paris angeht, gibt es für den Deutschen einen klaren Favoriten: Sandplatzkönig Rafael Nadal. "Ihn kann man nur mit druckvollem Tennis besiegen. Nadal hat auf Sand aus jeder Position eine Möglichkeit, dich in Schwierigkeiten zu bringen", erkennt Zverev Nadals Vormachtstellung auf dem langsamsten aller Beläge an.

"An einem sehr guten Tag fallen mir nur Thiem, del Potro oder Djokovic ein, die ihn knacken können", sagt Deutschlands Nummer eins und zieht einen Vergleich: "Auf Sand gegen Nadal ist es wie auf der Konsole bei FIFA, wenn du eine neue Saison beginnst und den Beginner-Modus einstellst."

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