Die Zusammenarbeit zwischen Juan Carlos Ferrero (l.) und Alexander Zverev scheiterte
Die Zusammenarbeit zwischen Alexander Zverev und Juan Carlos Ferrero endete nach sieben Monaten © Getty Images

Juan Carlos Ferrero setzt sich gegen die Kritik von Ex-Schützling Alexander Zverev zur Wehr und lässt den deutschen Top-Ten-Spieler in anderem Licht erscheinen.

Nach Alexander Zverevs vorwurfsvollen Äußerungen zur gescheiterten Zusammenarbeit mit Trainer Juan Carlos Ferrero hat der Spanier zum verbalen Gegenschlag ausgeholt.

Der ehemalige Weltranglistenerste wirft Deutschlands Spitzenspieler Disziplinlosigkeit vor.

"Ich habe ihm vom ersten Tag an gesagt, dass es nicht in Ordnung ist, jeden Tag 20 oder 30 Minuten zu spät zum Training zu kommen und dass ihm ein wenig mehr Disziplin hilft, auch technisch besser zu werden", sagte Ferrero laut der spanischen Marca.

Ferrero: Zverev hat Regeln nicht beachtet

Anfangs habe sich der Hamburger noch an die Vorgaben gehalten. "In den ersten Monaten war er disziplinierter und respektvoller, aber mit steigendem Selbstvertrauen hat er die vereinbarten Regeln nicht mehr beachtet", führte der 38-Jährige aus.

Zverev hatte die Trennung nach nur sieben Monaten mit einem heftigen Streit am Rande der diesjährigen Australian Open begründet. "Es gab einen Moment, da war er respektlos gegenüber dem gesamten Team", sagte der 20-Jährige nach seinem Halbfinaleinzug beim ATP-Turnier in Acapulco am Freitag.

Ferrero zog trotz der gescheiterten Kooperation ein positives Fazit seiner Zeit an der Seite des Weltranglistenfünften: "Mir bleibt die Erfahrung, ihm zu seinen ersten beiden Masters-Erfolgen verholfen zu haben: In Rom habe ich ihn per Telefon beraten, in Montreal dann persönlich."