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Vor 33 Jahren stürmt Steffi Graf an die Spitze der Tennis-Weltrangliste - und bleibt dort für eine Ewigkeit. Die Dominanz der Brühlerin ist bis heute unerreicht.

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Als Stefanie Maria Graf, die längst überall nur noch die Steffi war, den Gipfel der Tenniswelt erklommen hatte, fühlte sie sich federleicht.

Die Höhenluft bekam ihr gut, das merkte sie sofort. "Jetzt bin ich am Ziel meiner Träume angelangt", befand Graf, "und da will ich mich möglichst lange halten."

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Heute wissen wir: Es wurden 377 Wochen - mit nur wenigen Unterbrechungen. Niemand vor ihr und auch niemand danach stand länger auf Platz eins der Weltrangliste.

Von Rekorden ahnten aber nur die wenigsten an diesem denkwürdigen Tag im Sommer 1987, als Graf die große Martina Navratilova ablöste und den gemeinsam mit Boris Becker ausgelösten Tennis-Boom in Deutschland zu einem vorläufigen Höhepunkt führte.

Millionen Deutsche fiebern mit

In Grafs Heimat war es bereits Nacht geworden, der 17. August hatte begonnen, doch noch immer sahen fast fünf Millionen Menschen in Deutschland dabei zu, wie die 18 Jahre alte Brühlerin im fernen Manhattan Beach die Prophezeiungen erfüllte. Ihre unterlegene Finalgegnerin Chris Evert sah bereits in die Zukunft.

"Steffi ist die Spielerin des Jahres", sagte die US-Amerikanerin, einst die erste Nummer eins bei den Frauen: "Sie spielt großes Tennis, und aus ihr ist noch mehr rauszuholen."

Doch selbst Evert konnte kaum vorhersehen, was noch kommen sollte.

Schon das Jahr 1987, in dem Graf volljährig wurde und bei den French Open ihren ersten Grand-Slam-Titel gewann, schloss sie mit der beeindruckenden Bilanz von 75 Siegen bei nur zwei (!) Niederlagen ab. Die verlorenen Endspiele gegen Martina Navratilova in Wimbledon und bei den US Open spornten sie zusätzlich an.

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Graf fast zehn Jahre an der Weltspitze

Ein Jahr später - das gehört längst zum Basiswissen jedes Tennisfans - ließ Graf nichts mehr liegen. Sie erschuf den Golden Slam mit den Triumphen bei den Majors in Melbourne, Paris, Wimbledon und New York sowie der Goldmedaille bei den Olympischen Spielen in Seoul.

Konkurrenz gab es keine mehr.

Bis zum 10. März 1991 klebte Steffi Graf auf dem Tennis-Thron. Dann kam die junge Monica Seles und damit endlich eine echte Rivalin.

Graf gab den ersten Platz aber erst am 31. März 1997 endgültig an ihre letzte große Konkurrentin Martina Hingis ab - fast zehn Jahre nachdem sie das Ziel ihrer Träume erreicht hatte.