Boris Becker sieht sich bereits seit 2015 mit dem Finanzstreit konfrontiert
Boris Becker sieht sich bereits seit 2015 mit dem Finanzstreit konfrontiert © Imago
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Boris Becker bekommt keine Ruhe in seine Finanzen. Bereits 2017 wird er von einem Londoner Gericht für insolvent erklärt. Nun kommen angebliche neue Forderungen ans Licht.

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Kommt es noch schlimmer für Boris Becker?

Der Insolvenzverwalter, der in London mit Beckers Fall beauftragt ist, hat das laufende Insolvenzverfahren angeblich um knapp 38 Millionen Euro erweitert. Das berichtet die Bild-Zeitung. Demnach entspricht dies der Summe, die Beckers ehemaliger Geschäftspartner Hans-Dieter Cleven von dem dreimaligen Wimbledon-Sieger einfordert.

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Auf SPORT1-Nachfrage hielt sich Beckers Anwalt Christian-Oliver Moser bedeckt: "Die heute von der Bild veröffentlichten Zahlen sind Spekulationen. Derartige Spekulationen werden wir für unseren Mandanten nicht weiter kommentieren. Unser Mandant wird zu gegebener Zeit zu dem in England laufenden Verfahren öffentlich Stellung nehmen und die Fakten auf den Tisch legen."

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Becker-Anwalt: "Forderung gänzlich unberechtigt"

Es sei jedoch bereits eine Insolvenzdividende als eine Art Vorschuss auf das Konto von Cleven überwiesen worden. Da Becker und seine Anwälte eine Widerspruchsfrist bezüglich dieser Überweisung verstreichen haben lassen, sieht das Insolvenzgericht die Forderung als amtlich bestätigt an.

Cleven selbst zeigte sich verwundert darüber, wie lange man um eine in seinen Augen berechtigte Forderung kämpfen muss: "Es war für mich eine neue Erfahrung, wie viel Zeit und zusätzlichen Aufwand es braucht, um eine zweifelsfreie Forderung bestätigt zu bekommen."

Im Gegensatz dazu sieht die Becker-Seite die Forderungen aber nicht als berechtigt. "Mein Mandant hat die von Herrn Cleven behaupteten Darlehensbeträge zu keinem Zeitpunkt erhalten. Deshalb ist und bleibt die Forderung von Herrn Cleven gänzlich unberechtigt", äußerte sich Moser zu Bild.

Streit um Becker seit 2015

Die Streitigkeit zieht sich nun schon seit 2015 hin. Damals reichte Cleven beim Kantons-Gericht in Zug (Schweiz) eine Forderung von knapp neun Millionen Euro samt Zinsen ein. Im November 2018 erkannte das Gericht die Forderungen zwar generell an, wies sie aber wegen einer versäumten Kündigungsfrist aus formalen Gründen in zweiter Instanz ab.

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Daraufhin machte Cleven seine Forderungen an einem Londoner Gericht geltend, wo die Sache bis heute verhandelt wird.

Während des Insolvenzverfahrens kam es auch zu einer skurrilen Begebenheit. So behauptete Becker zwischenzeitlich, dass er Diplomat der Zentralafrikanischen Republik sei und daher diplomatische Immunität genießen würde. Die Zentralafrikanische Republik hingegen erklärte, dass der Pass eine Fälschung und Becker in keinerlei diplomatischer Position für das afrikanische Land tätig sei.