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Martina Navratilova spricht sich vehement gegen die Testosteron-Regel aus © Getty Images
Lesedauer: 2 Minuten

Martina Navratilova protegiert Caster Semenya wegen der neuen Testosteron-Regel der IAAF. Beide sprechen sich dagegen aus und verweisen auf die Risiken.

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Martina Navratilova (62) unterstützt die zweimalige 800-m-Olympiasiegerin Caster Semenya (28) bei ihrem Vorgehen gegen die neue "Testosteron-Regel" in der Leichtathletik.

"Kann es richtig sein, Athleten dazu zu zwingen, Medikamente zu nehmen? Was wäre, wenn sich die Langzeitfolgen als schädlich erweisen?", schrieb die 18-malige Grand-Slam-Siegerin in ihrer Kolumne in der britischen Sunday Times.

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Südafrika verhinderte Inkrafttreten

Der Leichtathletik-Weltverband IAAF will seine neue Regel zum Umgang mit hyperandrogenen Sportlerinnen wie der Südafrikanerin Semenya im März umsetzen. Dagegen hatte der südafrikanische Verband bereits im vergangenen Oktober Klage vor dem internationalen Sportgerichtshof CAS eingereicht und ein früheres Inkrafttreten verhindert. Die Verhandlung startet nun am Montag in Lausanne.

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Die neue Regel betrifft die Disziplinen von 400 m (einschließlich der Hürdenrennen) bis hin zu einer Meile sowie die kombinierten Events wie Staffeln. "Das Auslassen von Sprints und längeren Distanzen scheint mir ein klarer Fall von Diskriminierung zu sein, indem man Semenya anvisiert. Ich hoffe, dass sie gewinnt", schrieb Navratilova.

Testosteron-Spiegel auf Richtwert halten

Leichtathletinnen, die künftig bei internationalen Wettkämpfen antreten oder einen Weltrekord erzielen wollen, müssen vom Gericht als weiblich oder intersexuell (oder äquivalent) anerkannt sein sowie ihren Blut-Testosteron-Spiegel über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten auf unter fünf nmol/L senken (etwa durch Verwendung von hormonellen Kontrazeptiva) und diesen danach kontinuierlich unter dem Richtwert halten.

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Die IAAF begründet ihren geplanten Schritt damit, dass hyperandrogene Athletinnen wie Semenya in bestimmten Disziplinen einen deutlichen Leistungsvorteil hätten. Im Juli 2017 hatte die IAAF eine Studie veröffentlicht, die dies belegen soll.