Boris Becker kommt zu diplomatischen Ehren
Boris Becker kommt zu diplomatischen Ehren © Getty Images

Boris Becker wird von der Zentralafrikanischen Republik zum Sonderattache für Sport und kulturelle Angelegenheiten in der EU ernannt. Das Amt führt er ehrenamtlich aus.

Boris Becker ist zu diplomatischen Ehren gekommen. Der dreimalige Wimbledonsieger wurde bereits am Donnerstag von der Zentralafrikanischen Republik zum Sonderattache für Sport und kulturelle Angelegenheiten in der Europäischen Union ernannt.

"Ich fühle mich sehr geehrt, dass diese anspruchsvolle Aufgabe an mich herangetragen wurde", sagte Becker bei der Übergabe seines Amtssitzes in der Botschaft in Brüssel durch Staatspräsident Faustin Archange Touadera und Botschafter Daniel Emery Dede.

Becker lässt sich auf ein Land ein, in dem es nach wie vor zu schweren Verletzungen der Menschenrechte sowie der Meinungs- und Pressefreiheit kommt. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes gehört das afrikanische Land zu den ärmsten der Welt und verfügt über so gut wie keine Infrastruktur. Nach dem politischen Umsturz im März 2013 habe sich die Versorgungslage der Bevölkerung noch einmal drastisch verschlechtert. Das Land sei fast völlig auf internationale Hilfe angewiesen.

Becker führt Amt ehrenamtlich aus

Der seit 2016 amtierende Staatspräsident Touadera betonte, er freue sich "außerordentlich, dass sich ein Weltstar wie Boris Becker mit seinen umfangreichen internationalen Beziehungen bereit erklärt hat, unser seit Beginn meiner Präsidentschaft im Aufbruch befindliches Land zu begleiten." Mit der Ernennung von Becker, der seine Tätigkeit ehrenamtlich ausüben wird, solle "ein weiteres Zeichen für Frieden und Stabilität" in dem Land mit knapp 4,7 Millionen Einwohnern gesetzt werden.

Becker versprach, er werde in seiner neuen Funktion "alles daran setzen", Touadera auf seinem Weg zu unterstützen. Sein Ziel sei es, mit seinem internationalen Netzwerk und seinen Beziehungen "einen Beitrag dafür zu leisten, das Land für die Bevölkerung sicher und lebenswert zu machen".

Er sei überzeugt davon, dass die Bewältigung der Flüchtlingskrise in Europa nur durch eine Verbesserung der Lebensbedingungen in den vom Wegzug betroffenen Regionen und Ländern gravierend verbessert werden könne.