Schwimmen, WM in China: Deutsche Starter verpassen Medaillen - USA mit Weltrekord , Rückenschwimmer Christian Diener musste sich bei der WM mit Platz sieben begnügen
Schwimmen, WM in China: Deutsche Starter verpassen Medaillen - USA mit Weltrekord , Rückenschwimmer Christian Diener musste sich bei der WM mit Platz sieben begnügen © Getty Images
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Auch nach dem zweiten Tag der Kurzbahn-WM in China warten die deutschen Schwimmer noch auf die erste Medaille. Die US-Athleten schwimmen Weltrekorde.

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Christian Diener war völlig außer Puste, doch für ein paar deftige Worte reichte seine Luft noch. "Ich werde mich jetzt nicht bockig in die Ecke setzen und auf die anderen Rennen scheißen", sagte der Rückenschwimmer nach seinem siebten Platz im 100-m-Finale bei der Kurzbahn-WM in Hangzhou. Er gab aber zu: "Ich bin sehr enttäuscht, weil ich nicht unter 50 Sekunden geschwommen bin."

Diese Schallmauer wollte der Potsdamer unbedingt durchbrechen und sogar den neun Jahre alten deutschen Rekord von Helge Meeuw (49,94) angreifen. Doch am Ende leuchtete "nur" eine Zeit von 50,24 Sekunden auf der Anzeigetafel auf. Im Vorlauf war Diener um zwei Zehntelsekunden schneller gewesen und persönliche Bestzeit geschwommen.

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"Ich werde das als Kraft für die nächsten Rennen mitnehmen und dort zeigen, was ich kann", sagte der Vizeeuropameister auf der Langbahn von 2014. Von 100-m-Sieger Ryan Murphy (USA) trennte Diener fast genau eine Sekunde.

DSV wartet auf erste Medaille  

Nach zwei Wettkampftagen hat das Team des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV), das ohne sein Top-Trio Florian Wellbrock, Franziska Hentke und Philip Heintz antritt, erwartungsgemäß noch keine Medaille auf dem Konto. Das könnte sich am Donnerstag ändern. Vizeeuropameisterin Sarah Köhler (800 m Freistil) und Marius Kusch (100 m Schmetterling) qualifizierten sich jeweils mit der drittbesten Zeit des Feldes für ihre Finals.

"Ich musste gar nicht so mega kämpfen", sagte die Neu-Magdeburgerin Köhler. Der Essener Kusch, der im Halbfinale in persönlicher Bestzeit (49,35) nur den beiden Superstars Caeleb Dressel (USA) und Chad Le Clos (Südafrika) den Vortritt lassen musste, meinte: "Es macht einfach richtig viel Spaß, in dieser mega Halle zu schwimmen, da geht es fast von alleine."

USA feiern zwei Weltrekorde

Vielstarterin Annika Bruhn schied dagegen im Halbfinale über 100 m Freistil als 16. aus. Die Highlights setzten auch am Mittwoch andere Nationen. Die US-Staffeln siegten über 4x50 m Lagen der Frauen (1:42,38) und im Mixed-Wettbewerb über 4x50 m Freistil (1:27,89) jeweils in Weltrekordzeit.

"Iron Lady" Katinka Hosszu holte über 200 m Schmetterling ihren zweiten Sieg sowie Silber über 100 m Rücken und zeigte sich erneut unbeeindruckt vom laufenden Gerichtsstreit mit dem Weltverband. Hosszu und die US-Schwimmstars Michael Andrew und Tom Shields führen in den USA eine Klage gegen das Wettbewerbsmonopol der FINA an.