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Korruptionsvorwürfe gegen FINA-Präsidentschaftskandidat Al-Musallam

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Korruptionsvorwürfe gegen FINA-Präsidentschaftskandidat Al-Musallam

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Korruptionsskandal im Schwimmen

Husain Al-Musallam gilt als Topfavorit auf den Posten des neuen Präsidenten beim Schwimm-Weltverband. Jetzt steht der bisherige Vize unter Korruptionsverdacht.
69th ANOC Executive Council Meeting - Day 2
69th ANOC Executive Council Meeting - Day 2
© Getty Images

Wenige Tage vor der Wahl des neuen Präsidiums wird der Schwimm-Weltverband FINA von einem Korruptionsskandal erschüttert. Vizepräsident Husain Al-Musallam aus Kuwait, der am Samstag auf dem Kongress am Rande der WM in Budapest erneut kandidiert und von FINA-Boss Julio Maglione (Uruguay) als Nachfolger aufgebaut werden soll, steht offenbar im Zentrum der Affäre.

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Wie Spiegel Online berichtet, hat der 57-jährige Kuwaiti in seiner Funktion als Generaldirektor des Olympischen Rats Asiens (OCA) von einer Geschäftspartnerin eine Kommission verlangt, die auf Privatkonten fließen sollte. Dies lege ein 20-minütiger Audio-Mitschnitt nahe, der Spiegel Online und der Londoner Times vorliege.

"Zehn Prozent geht an uns, acht Prozent an sie", soll Al-Musallam in dem Gespräch gesagt haben. Mehrere Intimkenner der FINA sollen die männliche Stimme als die von Al-Musallam identifiziert haben, der Anfragen zu einer Stellungnahme offenbar unbeantwortet ließ.

Weiter soll Al-Musallam einer chinesischen Vermittlerin exakte Ratschläge gegeben haben, wie die abgezweigten Summen verbucht und vertuscht werden könnten. Sie sollte dafür eine Firma in Hongkong gründen. Eine weitere Pauschale sollte als sogenannte Bürogebühr abgezweigt werden.

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Al-Musallam bezifferte den Wert der Sponsorenverträge mit dem Verband OCA, der unter anderem die Asienspiele veranstaltet, auf mindestens "40 bis 50 Millionen Dollar". Alles darunter habe "keinen Wert". 

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Asiens Olympiarat OCA zweifelte die Authentizität des Mitschnitts nicht an, behauptete aber, das Material werde für eine politische Kampagne benutzt, um die Wahl am Sonnabend zu beeinflussen. Das OCA erklärte weiter, bei Sponsorendeals wäre weder direkt noch indirekt Geld an OCA-Funktionäre geflossen.

Präsident des OCA ist Scheich Ahmad Al-Fahad Al-Sabah, auch Kuwaiti und einer der einflussreichsten Sportfunktionäre weltweit. Al-Sabah verhalf mit seinem Einfluss 2013 auch Thomas Bach ins Amt des IOC-Präsidenten.

Ende April 2017 sollen Scheich Ahmad und sein Helfer Al-Musallam von der US-Justiz als Mitverschwörer geführt worden sein, weil sie dem Fußballfunktionär Richard Lai 850.000 US-Dollar Schmiergeld gezahlt haben sollen.

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In Budapest stellt sich der umstrittene FINA-Präsident Maglione zur Wiederwahl. Der 81-Jährige steht vor allem wegen seiner laschen Anti-Doping-Politik und der fehlenden Transparenz in der Kritik. Als Gegenkandidat tritt der Italiener Paolo Barelli, Chef des europäischen Verbandes LEN an. Im Falle seiner Wahl gilt die langjährige DSV-Präsidentin Christa Thiel als Kandidatin auf ein FINA-Amt. 

Auch die fünf Vizepräsidenten aus den fünf Kontinentalverbänden werden am Samstag gewählt. Al-Musallam will erneut Erster Vizepräsident werden, auf diesem Posten könnte er die Nachfolge Magliones antreten, wenn dieser vor dem nächsten Kongress 2021 aufhört.