Swimming - 15th FINA World Championships: Day Thirteen
Swimming - 15th FINA World Championships: Day Thirteen © Getty Images
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Der Schwimm-Bundestrainer verteidigt seine Maßnahmen gegen die heftige Kritik - und bestreitet, dass es ein Zerwürfnis gebe.

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Schwimm-Bundestrainer Henning Lambertz hat seine Maßnahmen als Konsequenz aus dem schwachen Abschneiden bei Olympia erneut verteidigt. Die deutlich verschärften Normen zum Beispiel seien "keine Spinnerei, sondern der internationale Standard, den wir erreichen müssen, wenn wir vorne mitmachen wollen", sagte Lambertz am Rande der DM in Berlin.

Außerdem sei durch die deutlich abgeschwächte U23-Norm gewährleistet, dass Schwimmer mit Perspektive dennoch den Sprung zur WM im Juli in Budapest schaffen können, betonte Lambertz.

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Großen Ärger mit den Heimtrainern verneinte der 46-Jährige: "Ich sehe kein tiefes Zerwürfnis." Er werde bei der Leistungsdiagnostik des Olympiakaders im Anschluss an die DM nochmal "mit allen über ihre Ängste und Nöte sprechen", sagte Lambertz, "aber Kommunikation ist keine Einbahnstraße."

Lambertz forciert Zentralisierung

Neben verschärften Normen hat Lambertz auch ein neues Kraftkonzept verbindlich vorgegeben und die Zentralisierung forciert.

Die Konzentration auf die Bundesstützpunkte scheint allein schon für die Finanzierung des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) durch das Bundesinnenministerium unumgänglich.

"Wir haben gar keine andere Wahl, wenn wir weiter öffentliche Fördermittel haben wollen. Die Alternative ist, dass wir im Lotto gewinnen oder einen großen Sponsor finden", sagte DSV-Präsidentin Gabi Dörries.

Sie stärkte Lambertz, der von Weltrekordler Paul Biedermann und dessen langjährigem Heimtrainer Frank Embacher scharf kritisiert wurde, den Rücken: "Ich habe komplettes Vertrauen zu meinem Chef-Bundestrainer, dass er die richtigen Maßnahmen ergriffen hat."