Olympics - Previews - Day -2
Olympics - Previews - Day -2 © Getty Images
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Ex-Schwimmstar Paul Biedermann übt harte Kritik an Bundestrainer Henning Lambertz. Der frühere Weltmeister glaubt nicht, dass dessen neue Maßnahmen funktionieren.

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Der frühere Schwimm-Weltmeister Paul Biedermann hat seinen langjährigen Heimcoach Frank Embacher unterstützt und Bundestrainer Henning Lambertz scharf kritisiert.

"Meiner Meinung nach kann man einen Weg nur gemeinsam mit einer Mannschaft beschreiten. Aber der Bundestrainer versucht derzeit, allen eine Doktrin aufzudrücken, von der nur er selbst überzeugt ist", sagte Biedermann der Süddeutschen Zeitung (Wochenendausgabe).

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Hintergrund sind die von Lambertz initiierten Maßnahmen des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) nach dem medaillenlosen Olympia-Debakel von Rio. Lambertz machte ein neues Kraftkonzept verbindlich, er schraubte die Normzeiten für Großereignisse deutlich nach oben und treibt die Zentralisierung voran.

"Das ist reines Gießkannenprinzip. Und dann hofft man: Alle Pflänzchen kriegen das Gleiche und wachsen dann auch gleich schnell. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das klappt", kritisierte Biedermann weiter.

Embacher, der vom DSV an Weihnachten schriftlich vom Ende seiner Trainertätigkeit informiert worden war, hatte Lambertz' Maßnahmen kürzlich als "Nötigung" bezeichnet.

Biedermann ergänzte: "Das ist leider der Umgang, den man im Deutschen Schwimm-Verband immer schon so gelebt hat, und das bleibt wohl auch weiter so." Athleten werden "vor den Kopf gestoßen" und der Verband "schaltet auf stur und hat daran kein Interesse. Das finde ich sehr traurig."