Am Samstag steigt das 151. Deutsche Derby in Hamburg-Horn
Am Samstag steigt das 151. Deutsche Derby in Hamburg-Horn © Imago
Lesedauer: 4 Minuten

München - Am Wochenende steigt in Hamburg das 151. Deutsche Derby. Das Galopp-Rennen wartet mit einer Besonderheit auf, die es von anderen Veranstaltungen abgrenzt.

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Am Wochenende wartet auf die Galopp-Fans Spannung pur.

In Hamburg-Horn steigt das 151. Deutsche Derby. Das Mega-Ereignis im deutschen Galopprennsport wird dabei erstmals LIVE von SPORT1 übertragen (Sa., ab 12 Uhr LIVE im TV und STREAMSo., ab 15 Uhr LIVE im TV und STREAM). 

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Was muss man über diesen besonderen Wettbewerb wissen?

Wonderful Moon (2.v.l.) gilt als Favorit beim Deutschen Derby
Wonderful Moon (2.v.l.) gilt als Favorit beim Deutschen Derby © Imago

Galopp-Derby seit 1869

Seit dem Jahre 1869 wird das Deutsche Galopp-Derby gelaufen. Bis auf wenige Ausnahmen (Kriege) immer in Hamburg-Horn. Auf dieser Anlage finden nur einmal im Jahr Rennen statt, ansonsten dient sie als Freizeitpark mit Kita, Basketballplatz, einer Minigolfbahn, Bolzplatz, Skaterbahn und einem Hundeübungsplatz.

Eine der Besonderheiten des Derbys ist seine Einmaligkeit. Ein Pferd kann in diesem Rennen nur ein Mal in seinem Leben laufen, im Alter von drei Jahren. Es gibt keine zweite Chance und das macht gleichzeitig den Reiz und die Begehrlichkeit aus. Ein Derbysieg steigert den Zuchtwert erheblich. Andere Rennen können mehrfach bestritten werden, nur das Derby nicht.

Noch nie gewann eine Frau

In Hamburg dürfen aufgrund der Größe der Bahn maximal 20 Pferde laufen. Im 151. Derby am Samstag treten 19 Pferde an. Die Nummern auf der Satteldecke dokumentieren die bisher gezeigten Leistungen, die von einem Expertenteam festgelegt werden. Mit der Nummer 1 startet der Hengst Wonderful Moon, der Favorit auf die Siegprämie von 390.000 Euro. Davon bekommt der Trainer zehn Prozent und der Jockey fünf Prozent.

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Der Wonderful-Moon-Reiter Andrasch Starke hat das Derby in Hamburg seit 1988 sieben Mal gewonnen. Rekordhalter mit acht Siegen ist der am 16.Juli 1977 verstorbene Gerhard Streit. Noch nie hat eine Frau im Rennsattel das Deutsche Derby gewonnen.

Erstmals ritt 1979 die damals 18-jährige Monika Blasczyk auf Varanes (13). Die Schweizerin Sibylle Vogt (27) mit dem Außenseiter Anatello (Nr.16) ist in diesem Jahr die erste Frau mit zwei Ritten nach 2018 mit Sternkranz (14.)

Münzwurf entschied über Name

Der Name Derby hat seinen Ursprung im Jahre 1789. Damals wurde darüber entschieden, ob ein neues Rennen für Dreijährige den Namen Derby der Bunbury tragen sollte.

Der Münzwurf darüber fand 1789 statt, im dem bei Epsom gelegenen Haus "The Oaks" des 12. Earl of Derby, als während der Siegesfeier aus Anlass von Lord Derbys Erfolg mit der Stute Bridged in den ersten Oaks Stakes Lord Bunbury den Vorschlag machte, ein ähnliches Rennen wie die Oaks auch für Hengste zu schaffen.

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Es ist geradezu absurd sich vorzustellen, die Münze wäre anders gefallen und nicht nur das berühmteste Pferderennen der Welt hieße heute "Bunbury", sondern auch alle anderen Ereignisse, die sich den Namen "Derby" angeeignet haben um ihnen einen besonderen Klang zu geben.

Pferde entstammen englischen Vollblut-Rasse

Die Pferde im Derby entstammen der englischen Rasse Vollblut. Alle Vollblutpferde weltweit sind in ihrer Abstammung bis in das Jahr 1700 lückenlos auf drei arabische Stammväter zurück zu verfolgen: Darley Arabian, Godolphin Barb und Byerley Turk. Bis zu Darley Arabian sind es derzeit 24 Hengstlinien.

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Als Vererber in der Vollblutzucht ist die Qualifikation über Rennleistungen notwendig. Die Pferde sind in einem weltweit verfügbaren Zuchtbuch eingeschrieben. In Deutschland gibt es für die Namensgebung strenge Regularien. Der Anfangsbuchstabe des Fohlens muss mi dem Anfangsbuchstaben des Namens der Mutter übereinstimmen.

Als Erfolgsprinzipien gelten "Paare das Beste mit dem Besten und Du bekommst das Beste" oder "Blut ist der Saft, der Wunder schafft".