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Hamburg - Bei der Siegerehrung zum Deutschen Derby ereignet sich eine Schrecksekunde. Überraschungssieger Ronan Thomas fällt vom Pferd und muss sich vor diesem schützen.

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Überraschung beim Deutschen Derby!

Der Sieger der 151. Auflage des Galopp-Highlights des Jahres in Hamburg-Horn heißt Ronan Thomas.

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Der Franzose gewann mit seinem Pferd "In Swoop" und sicherte sich und Pferdebesitzerin Corinna Baronin von Ullmann damit das Sieger-Preisgeld von 390.000 Euro. Favorit "Wonderful Moon" mit Andrasch Starke im Sattel konnte nicht überzeugen und landete im geschlagenen Feld nur auf Rang sechs. 

Thomas fällt bei Ehrung vom Pferd

Damit verpasste Starke den achten Triumph im Derby. Hätte er gewonnen, hätte in der ewigen Bestenliste mit Gerhard Streit gleichziehen können.

SPORT1 zeigt die Galopp-Highlights in diesem Jahr LIVE

Zu einem Schreckmoment kam es indes bei der Siegerehrung. Sieger Ronan Thomas fiel durch ein Missgeschick von seinem Pferd und musste sogar seinen Kopf vor den Hufen des scheuenden Tieres schützen. Verletzt wurde der Franzose jedoch glücklicherweise nicht.

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Derby-Sieger mit Rennverlauf zufrieden

"In Swoop" stand noch im vergangenen Jahr auf der privaten Trainingsanlage des Gestüts Schlenderhan der Familie Ullmann in Bergheim bei Köln. Nach der Schließung dieser Anlange Ende 2019 ging er nach Paris ins Training, lief vor dem Derby nur zweimal. "Das Rennen entwickelte sich so, wie wir uns das vorgestellt hatten", sagte Ronan Thomas, "es war von Beginn an extrem schnell, wir konnten uns die ganze Sache in aller Ruhe von hinten an anschauen."

Noch 1000 Meter vor dem Ziel des über 2400 Meter führenden Rennens lag sein Pferd im Hintertreffen, sammelte dann Gegner für Gegner ein und hatte im Ziel eine knappe Länge Vorsprung auf den Zweitplatzierten, den ebenfalls als Außenseiter angetreten Torquator Tasso.

Gestüt Schlenderhan feiert 19. Derbysieg

Francis-Henri Graffard hatte zuvor noch die mangelnde Wettkampferfahrung seines Pferdes angeführt, "vielleicht kommt das Derby für In Swoop noch zu früh", hatte er befürchtet. Doch davon konnte keine Rede sein, das Pferd gewann am Ende wie ein Routinier. Für Schlenderhan, das älteste deutsche Privatgestüt, war es Derbysieg Nummer 19.

Wonderful Moon war von Andrasch Starke ebenfalls aus der Reserve geritten worden. Mitte der Zielgeraden tauchte er mit scheinbar allen Chancen bei den ersten Pferden auf, "doch lief er dann vor eine Wand", sagte der Jockey, "die Strecke war einfach zu weit für ihn." Das galt auch für den zu einem Betrag von 65.000 Euro nachträglich ins Derby gemeldeten Kellahen, der nach langer Führung am Ende völlig unterging und nur auf Platz 15 ins Ziel kam.

Das Derby wurde erstmals in seiner Geschichte vor nahezu leeren Rängen ausgetragen. Ausschließlich Aktive und Besitzer der Pferde durften die Rennbahn im Ortsteil Horn betreten. Das Meeting war von ursprünglich sechs auf drei Renntage gekürzt worden.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)