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Nach zuletzt eher durchwachsenen Leistungen von Chris Froome spricht sich Ex-Radprofi Jens Voigt entschieden gegen eine Tour-Nominierung des 35-Jährigen aus.

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Der ehemalige Radprofi Jens Voigt hat sich gegen eine Nominierung des viermaligen Tour-de-France-Siegers Chris Froome beim Team Ineos für die diesjährige Große Schleife ausgesprochen: "Chris ins Aufgebot zu nehmen wäre ein verschenkter Platz für einen wirklichen Klassehelfer", schrieb der 48-Jährige in seiner Kolumne bei Eurosport.

Froome sei "ein Siegertyp, ein Champion und kein Wasserträger. Er ist es gewohnt, dass man ihm die Trinkflaschen zusteckt, anstatt diese zu holen. Tempofahren auf Flachetappen hat er seit Jahren nicht mehr gemacht", so Voigt.

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Zudem spiele das Alter bei Froome (35) langsam eine Rolle: "Die Natur ist unerbittlich und mit zunehmendem Rennfahreralter verlängert sich die Regenerationszeit", schrieb Voigt: "Man wird langsamer in den Reaktionen und fährt etwas vorsichtiger. Nach seinem Sturz und der Pause scheint Chris einfach nicht mehr an das alte Niveau anschließen zu können."

Vorjahres-Toursieger Egan Bernal sieht das anders, der Ineos-Kapitän würde gerne auf die Dienste von Froome zurückgreifen.

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"Er ist ein Fahrer, der viel Erfahrung hat. Einen siebenmaligen Grand-Tour-Sieger im Team zu haben, ist sicher etwas Wichtiges. Sicher möchte ich ihn gerne im Team haben", sagte der Kolumbianer dem britischen Sender ITV nach der ersten Etappe des Criterium du Dauphine - obwohl Froome dort keineswegs Werbung in eigener Sache betreiben konnte.

Froome mit schwerem Unfall

Der Brite verlor auf dem welligen, aber nicht übermäßig schweren ersten Teilstück weit vor dem Ziel den Anschluss an das Hauptfeld und kam mit über fünf Minuten Rückstand als 86. ins Ziel. Froome hatte vergangenes Jahr beim Criterium du Dauphine Rundfahrt einen schweren Unfall bei dem er sich mehrere Knochenbrüche zuzog und die Tour de France verpasste.

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Ende Juli wurde bekannt, dass er nach zehn Jahren bei Team Ineos (früher Team Sky) zum Team Israel Start-up Nation wechselt.

Die Tour de France sollte ursprünglich am 27. Juni starten, diesen Plan durchkreuzte allerdings das Coronavirus. Nun ist die erste Etappe des wichtigsten Radrennens der Welt für den 29. August geplant, der große Abschluss findet am 20. September wie immer auf dem Champs-Elysees in Paris statt.