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Nach seiner starken Leistung bei der Tour 2019 sieht sich Emanuel Buchmann dieses Jahr in einer schlechten Ausgangslage. Ein Sturz lässt ihn zweifeln.

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Der deutsche Radstar Emanuel Buchmann hat kurz vor dem Start der 107. Tour de France die Erwartungen gedämpft. "Das große Ziel war eigentlich, um das Podium zu kämpfen. Bis zur Dauphine sah es auch gut aus. Durch den Sturz wird es jetzt komplizierter. Das Podium als Ziel auszugeben, wäre schwierig", sagte der 27 Jahre alte Bora-hansgrohe-Profi am Freitag in Nizza.

Der deutsche Hoffnungsträger steht auch bei den Radsport-Gralshütern der französischen Sporttageszeitung L'Equipe vor der Tour nicht sonderlich hoch im Kurs. Bei der in jedem Jahr mit Spannung erwarteten Favoriteneinschätzung erhielt der Bora-hansgrohe-Profi aus Ravensburg am Samstag nur einen von maximal fünf Sternen und gilt bei L'Equipe damit nur als Außenseiter auf den Toursieg.

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Buchmann war Mitte August bei der Tour-Generalprobe Dauphine schwer gestürzt, hatte zwar keine Brüche, aber schmerzhafte Prellungen erlitten. Diese kosteten ihn einige Trainingstage und damit eventuell auch die entscheidende Form. "Ich will schon auf Gesamtwertung fahren. Mein Leistungsvermögen ist aber schwer einzuschätzen, für mich und für meine Trainer. Teilweise habe ich mich wirklich nicht gut gefühlt", sagte der Vorjahresvierte.

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Buchmanns Sportlicher Leiter Enrico Poitschke zeigte sich am Freitag ebenfalls skeptisch, was die Aussichten seines Rundfahrt-Kapitäns angeht. "Im Moment halte ich es für schwierig, auf das Podium zu kommen. Emu hatte schwierige Tage, es war zeitweise nicht klar, ob er die Tour fahren kann - das Podium war weit entfernt", sagte der frühere Milram-Profi.