Peter Sagan sorgte mit seinem Rempler gegen Mark Cavendish bei der Tour de France 2017 für einen Skandal
Peter Sagan sorgte mit seinem Rempler gegen Mark Cavendish bei der Tour de France 2017 für einen Skandal © Getty Images

Peter Sagan sorgte bei der Tour de France mit seinem Rempler im Sprint gegen Mark Cavendish für einen Skandal. Die Aktion bereut der Slowake jedoch immer noch nicht.

Straßenrad-Weltmeister Peter Sagan will sich ein Jahr nach der Sturz-Affäre von Vittel in den Sprints der am Samstag beginnenden 105. Tour de France nicht zurückhalten. "2017 ist abgehakt. Wenn diese Situation aber so wieder passiert, würde ich es wieder genauso machen", sagte der slowakische Star des deutschen Teams Bora-hansgrohe am Freitag: "Es war nicht mein Fehler damals, ich würde wieder vorne sein wollen."

Sagan war 2017 nach der vierten Touretappe von der Rennleitung aus dem Wettbewerb genommen worden, nachdem er im knallharten Zielsprint mit Mark Cavendish kollidiert war. Cavendish war bei der Aktion in die Absperrung gestürzt und hatte sich das Schulterblatt gebrochen.

Der Sturz hatte für heftige Kontroversen unter Fahrern und Team-Verantwortlichen gesorgt. Der Internationale Sportgerichtshof CAS sprach Sagan, der durch den Ausschluss die Chance auf sein sechstes Grünes Trikot in Serie einbüßte, später von der Schuld am Sturz frei. Auch als Reaktion auf die Affäre führte der Weltverband UCI bei großen Rennen Videoschiedsrichter ein.

Kein Kommentar zu Froome 

Zu seinen Zielen bei der kommenden Tour sagte der 28 Jahre alte Sagan: "Wenn ich zwei Etappen gewinnen kann, dann möglichst das Grüne Trikot, das wäre natürlich schön. Aber wichtig ist es erstmal, sich aus Stürzen herauszuhalten."

Angesprochen auf die Geschehnisse um Christopher Froome, der auch nach seinem Freispruch in seinem Asthmamittel-Verfahren vor allem bei den Fans heftig umstritten ist, meinte Sagan: "Ich möchte nicht in seiner Haut stecken, aber das ist nicht meine Sache. Ich möchte dazu nichts sagen."

Sagans Team verkündete derweil ein positive Nachricht. Das Sanitär-Unternehmen hansgrohe, Co-Namensgeber der deutschen Mannschaft um Teammanager Ralph Denk, verlängerte sein Titelsponsoring bis zum Jahr 2020. Hauptsponsor Bora hatte sich bereits zuvor langfristig bis 2021 gebunden.