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CYCLIONG-BEL-WALLONIE © Getty Images
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Sex, Kondome und Pornos: Radprofi Jan Bakelants vergreift sich vor Tour-Beginn im Ton. Die Direktoren der Rundfahrt wüten und fordern eine Entschuldigung.

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Die Tour de France hat noch vor ihrem Start in Düsseldorf ihren ersten Skandal.

Allerdings geht es dabei nicht um Doping, wie man vielleicht vermuten könnte, sondern um Sex. Genauer gesagt um die sexistischen Aussagen, mit denen Belgiens Radprofi Jan Bakelants in einem Interview mit der belgischen Zeitung Het Laatste Nieuws für Aufsehen gesorgt hat.

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Darin antwortet Bakelants, der 2013 schon einmal das Gelbe Trikot bei der Tour trug, auf die pikante Frage des Journalisten, ob es den Fahrern schwer falle, drei Wochen ohne Sex auszukommen: "Es gibt ja noch die Podiumgirls."

"Packung Kondome" im Reisegepäck

Doch bei diesem flapsigen Spruch beließ es der 31-jährige Familienvater nicht. Als er gefragt wurde, was er mit nach Frankreich nehmen werde, um sich die Freizeit zwischen den Etappen zu vertreiben, legte Bakelants nach: "Auf jeden Fall eine Packung Kondome. Man weiß ja nie, wo sich diese Podiumgirls herumtreiben."

Traditionell erhalten die Etappen-Sieger, nicht nur bei der Tour de France, bei der Siegerehrung Blumen und ein Küsschen von Hostessen. Bei dieser Gelegenheit leistete sich Rad-Star Peter Sagan schon einmal einen Ausrutscher, als einer blonden Dame in den Hintern kniff, während diese Sieger Fabian Cancellara auf die Wange küsste. Der Slowake entschuldigte sich damals kleinlaut.

In Erwartung dieser Zuwendungen gingen mit Bakelants offenbar die Pferde durch. Den Skandal perfekt machte der Belgier, als er auf die Frage, wann er während der Tour seine Eltern anrufen würde, antwortete: "Wenn mir die Pornos ausgehen."

Tour-Direktor fordert Entschuldigung

Von den witzig gemeinten Aussagen waren die Tour-Verantwortlichen überhaupt nicht amüsiert. Direktor Christian Prudhomme forderte umgehend eine Entschuldigung.

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Die ließ nicht lange auf sich warten. Zuerst bezog Bakelants' Team AG2R La Mondiale Stellung: "Es sollte witzig gemeint sein, aber in diesem Fall zeugte es lediglich von schlechtem Geschmack. Wir entschuldigen uns beim Organisator für diese Aussagen."

Auch der Belgier selbst entschuldigte sich wenig später via Twitter: "Meine aufrichtige Entschuldigung an alle, die ich mit meinen Worten in einem witzig gemeinten Interview verletzt habe. Meine Worte waren nicht angebracht."