Filippo Ganna war in Imola der Schnellste
Filippo Ganna war in Imola der Schnellste © Imago
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München - In Abwesenheit von Tour-Sieger Tadej Pogacar und Max Schachmann triumphiert Filippo Ganna beim Einzelzeitfahren. Ein Belgier und ein Schweizer landen auf den Plätzen.

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Der Italiener Filippo Ganna holt sich den Titel im Einzelzeitfahren bei der Rad-WM und sichert damit den Gastgebern in Imola die erste Goldmedaille.

Der 24-Jährige, der im vergangenen Jahr noch Dritter wurde, setzte sich vor Wout Van Aert (+26,72) und Zeitfahr-Europameister Stefan Küng aus der Schweiz (+29,80) durch. Ganna benötigte für die 31,7 Kilometer 35:54,10 Minuten. 

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Die deutschen Radprofis Jasha Sütterlin (Freiburg) und Max Walscheid (Neuwied) haben beim WM-Einzelzeitfahren bei den Titelkämpfen in Imola erwartungsgemäß eine Medaille verfehlt.

Sütterlin (+1:38), der sich das Ziel Top 10 gesetzt hatte, wurde 16. "Das war alles, was ich konnte, mehr war nicht drin. Ich bin auf jeden Fall zufrieden", sagte der 27-Jährige.

Dennis verpasst den Titel-Hattrick

Walscheid, der den erkälteten Nikias Arndt (Buchholz) kurzfristig ersetzt hatte, kam am Ende als 19. ins Ziel und war 1:56 Minuten langsamer als der neue italienische Weltmeister. Titelverteidiger Rohan Dennis (Australien) verpasste als Fünfter den dritten WM-Triumph hintereinander.

"Es war eigentlich ein sehr schönes Zeitfahren. Ich habe eine optimale Pace getroffen. Ich bin mit der Leistung, die ich getreten habe, super zufrieden", sagte Walscheid. 

Die Entscheidung im Einzelzeitfahren zum Nachlesen im Ticker.

+++ Dennis rauscht an den Medaillen vorbei +++

Der Titelverteidiger verliert Zeit auf Van Aert und Küng. Der Belgier sichert sich also Silber, der Schweizer holt Bronze.

+++ Ganna rettet Vorsprung ins Ziel +++

Der Italiener ist neuer Weltmeister. Er hat im Ziel noch etwa 20 Sekunden Vorsprung auf Van Aert.

+++ Dumoulin verliert viel Zeit +++

Bittere Enttäuschung für den Niederländer. Er hat auf dem letzten Drittel der Strecke viele Probleme und verliert im Ziel über 40 Sekunden auf die Spitze.

+++ Führung wechselt +++

Thomas ist seine Spitzenposition los! Wout van Aert setzt sich am Ziel an die Spitze. Das könnte zumindest eine Medaille werden für den Belgier.

+++ Ganna pulverisiert Bestzeit +++

Der Italiener Filipppo Ganna ist bislang mit Abstand der Beste. Etwa 35 Sekunden nimmt er an der Zwischenzeit dem bislang Führenden Thomas ab.

+++ Starker Schweizer +++

Stefan Küng kommt jetzt auch zur Zwischenzeit und ist auch sehr vorn mit dabei, sogar besser als Van Aert.

+++ Noch alles drin für van Aert +++

Der Belgier Wout Van Aert liegt bei der Zwischenzeit nur knapp elf Sekunden hinter der Spitze.

+++ Thomas setzt klare Bestzeit +++

Ist das eine Medaille? Der Tour-Sieger von 2018 liegt im Ziel fast eine Minute vor dem Italiener Affini. Das könnte für das Podest reichen.

+++ Sütterlin im Ziel 3. +++

Starker Auftritt von Jasha Sütterlin. Der Profi vom Team Sunweb liegt im Ziel zunächst einmal auf Rang drei.

+++ Geraint Thomas setzt die Bestzeit +++

Nach 14km führt der ehemalige Tour-Sieger aus Großbritannien. Kann der Routinier wirklich eine Medaille gewinnen?

Am Start rollen jetzt die Topfavoriten von der Rampe, erst Wout Van Aert, dann Tom Dumoulin. Der letzte Starter ist dann gleich Titelverteidiger Rohan Dennis.

+++Sütterlin bei der Zwischenzeit 4. +++

Jasha Sütterlin ist ebenfalls gut unterwegs und liegt aktuell auf Rang vier. Im Ziel führt der Italiener Edoardo Affini vor Luke Durbridge aus Australien.

+++ Starker Auftritt von Walscheid +++

Der junge Deutsche ist im Ziel aktuell Zweiter, im Vergleich zur Zwischenzeit hat er Thomas und van Emden sogar noch überholt.

+++ Sütterlin legt los +++

Nun nimmt auch der zweite Deutsche die Strecke unter die Räder. Im Ziel führt aktuell Max Walscheid, aber die besten sind noch gar nicht gestartet. Immer wieder gibt es Regentropfen auf der Strecke. Das Wetter könnte das Rennen für die Favoriten schwerer machen.

+++ Walscheid gut dabei +++

Der Deutsche liegt bei der Zwischenzeit knapp hinter dem Niederländer Jos van Emden und dem Franzosen Benjamin Thomas, aber zum Beispiel deutlich vor dem Routinier Maciej Bodnar oder dem Iren Nicolas Roche.

+++ 1. Fahrer unterwegs +++

Der Syrer Ahmad Badreddin Wais eröffnet die WM. Im vergangenen Jahr belegte der Kriegsflüchtling den 50. Platz.

Gleich legt mit Max Walscheid der erste Deutsche los. Das Wetter ist gut, aber es gibt ein paar Böen, die das Rennen schwierig machen könnten.

+++ Startzeiten der Favoriten +++

Max Walscheid geht als erster Deutscher bereits um 14.37 Uhr an den Start und peilt eine Platzierung in den Top 20 an, Jasha Sütterlin folgt dann am 15.21 Uhr. Dem Sunweb-Profi ist bei optimalem Verlauf ein Platz in den Top Ten zuzutrauen.

Kurz nach Sütterlin startet um 15.24 Uhr der erste heiße Medaillenkandidat: Geraint Thomas. Der Tour-Sieger von 2018 wurde in diesem Jahr nicht für die Frankreich-Rundfahrt nominiert, kommt also ausgeruht zur WM. 2017 gewann er im Team-Zeitfahren WM-Bronze.

Danach geht es Schlag auf Schlag mit dem WM-Dritten von 2018 Victor Campenaerts (Belgien, 15.37 Uhr), Lawson Craddock (USA, 15.42 Uhr), Alex Dowsett (Großbritannien, 15.45 Uhr), Wout Van Aert (Belgien, 15.48 Uhr), Stefan Küng (Schweiz, 15.49 Uhr).

Dann folgen noch der Weltmeister von 2017, Tom Dumoulin aus den Niederlanden, der Italiener Filippo Ganna (Bronze 2019) und Titelverteidiger Rohan Dennis aus Australien, der nach Landsmann Michael Rogers (2003 bis 2005) und Rekordweltmeister Tony Martin (2011 bis 2013) den dritten Titel-Hattrick der Historie anpeilt.

+++ Gleichlange Strecke wie bei den Frauen +++

Eigentlich hätte die WM in der Schweiz ausgetragen werden, durch die weltweite Corona-Pandemie, wurde die Veranstaltung nach Italien verlegt.

Es finden deshalb auch nur die Rennen der Profis bei Frauen und Männern statt - der Nachwuchs muss diesmal zuschauen. Lisa Brennauer fuhr am Donnerstag auf dem identischen 31,7 Kilometer kurzen Kurs bei den Frauen auf Rang vier.

Der Strecke führt von Imola nach Südwesten leicht steigend bis nach Borgo Tossignano, wo nach 14,9km die einzige Zwischenzeit genommen wird. Auf dem Rückweg nach Imola gibt es kurz vorm Ziel einen kleinen Abstecher ins Autodromo Enzo e Dino Ferrari. 

So können Sie die Radsport-WM 2020 LIVE verfolgen:

TV: ZDF, Eurosport
Stream: ZDF, Eurosport