Marcel Meisen wurde fünf Mal deutscher Meister im Cyclocross
Marcel Meisen wurde fünf Mal deutscher Meister im Cyclocross © Imago
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Topfavorit Pascal Ackermann verpasst bei den deutschen Straßen-Meisterschaften den Sieg. Auf dem Sachsenring jubelt überraschend ein Radcrosser.

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Pascal Ackermann trat wild in die Pedale - doch der Kraftakt des Top-Sprinters war nicht genug.

Überraschungssieger Marcel Meisen hat die Favoriten aus der hochkarätig besetzen Bora-Mannschaft bei den deutschen Straßenrad-Meisterschaften düpiert.

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Der 31-Jährige vom Team Alpecin-Fenix setzte sich am Sonntag nach 48 Runden und insgesamt 168 km unerwartet vor Ackermann (Kandel) und seinem Teamkollegen Alexander Krieger (Stuttgart) durch und fährt für knapp ein Jahr im prestigeträchtigen Dress mit dem schwarz-rot-goldenen Brustring.

Ackermann: "Enttäuschung relativ groß"

Dieses hätte auch Ackermann zum zweiten Mal nach 2018 allzu gerne erobert. "Die Enttäuschung ist relativ groß. Natürlich tut es weh. Wir wollten das Meistertrikot im Team haben, das war uns sehr wichtig. Marcel war im Sprint einfach der stärkere", sagte Ackermann. Im Vorjahr hatte das Team aus Raubling bei Rosenheim das komplette Podium gestellt.

Dass das Meistertrikot in diesem Jahr nicht bei der Tour de France zu sehen sein wird, hätte aber auch ein Erfolg Ackermanns nicht verhindert. Bora-Profi Lennard Kämna, am Sonntag aussichtsreicher Fahrer im Tour-Aufgebot, scheiterte mit Fluchtversuchen. Am Ende arbeitete der 23-Jährige in der Sprintvorbereitung für Ackermann. Das Team Alpecin-Fenix startet nicht bei der Frankreich-Rundfahrt.

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Überraschungssieger Meisen erklärt Erfolgsgeheimnis

Die Freude bei Meisen war riesig. "Cool bleiben und meinen Stärken vertrauen", so umschrieb er sein Erfolgsgeheimnis. Auch der zwischenzeitliche Regen sei ihm entgegengekommen.

Die Entscheidung auf dem hügeligen Kurs fiel nach fast 2000 Höhenmetern im Sprint. Trotz der gezielten Vorarbeit der stark besetzten Bora-Mannschaft brachte Ackermann den Sieg aber nicht ins Ziel. Am Ende jubelte Meisen, der im Cross-Bereich bereits fünf Mal deutscher Meister war.

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Titelverteidiger Maximilian Schachmann (Berlin) stand nicht am Start. Der Bora-Profi war am vergangenen Wochenende bei der Lombardei-Rundfahrt von einem Auto angefahren worden und hatte sich einen Schlüsselbeinbruch zugezogen. Über seinen Tour-Start soll am Sonntagabend entschieden werden.

Topfavoritin Brennauer jubelt

Bei den Frauen ließ Lisa Brennauer nichts anbrennen. Die 32-Jährige aus Durach verteidigte ihren Titel erfolgreich. Sie siegte nach 98 km im Sprint vor Charlotte Becker (Datteln) und Tanja Erath (Heilbronn). Brennauer tankte mit dem Erfolg auch Selbstvertrauen für die EM im französischen Plouay. Dort ist sie schon am Montag im Einzelzeitfahren im Einsatz.

In Plouay kämpft auch Ackermann um den Titel. "Die Form ist definitiv gut. Die Strecke in Frankreich ist einfacher als hier. Ich bin zuversichtlich", sagte er.

Ursprünglich waren die Titelkämpfe für den 20. Juni in Stuttgart geplant gewesen. Dieser Termin wurde im April abgesagt - Stuttgart soll die DM 2021 ausrichten.