Primoz Roglic war vor seinem Ausstieg bei der Dauphiné Gesamtführender
Primoz Roglic war vor seinem Ausstieg bei der Dauphiné Gesamtführender © Getty Images
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Die Generalprobe der Tour de France verliert ihren Gesamtführenden: Primoz Roglic steigt beim Critérum du Dauphiné vorzeitig aus. Richard Plugge gibt eine Einschätzung.

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Der Gesamtführende Primoz Roglic (Slowenien) ist beim Critérium du Dauphiné als Folge seines Sturzes vom Samstag nicht mehr zur letzten Etappe angetreten. Für einen weiteren großen Favoriten für die am 29. August beginnende Tour de France endete die Generalprobe damit vorzeitig.  

"Über seinen Plan für die kommenden Rennen wird die Entwicklung seiner Verletzungen entscheiden", teilte sein Team Jumbo-Visma über Twitter mit. Aber Jumbo-Visma-Manager Richard Plugge machte bei cyclingsnews.com Mut für die Tour.

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"Er fühlte sich etwas hart in der Hüfte und jetzt wollen wir schauen, wie er reagiert. Aber lieber ist man etwas vorsichtiger, als dass man es schlimmer macht", begründete er die Sicherheitsmaßnahme.

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Roglic, der in der Gesamtwertung mit 14 Sekunden Vorsprung auf den Franzosen Thibaut Pinot geführt hatte, war am Vortag bei der von Lennard Kämna (Wedel/Bora-hansgrohe) gewonnenen vierten Etappe auf einer Abfahrt heftig gestürzt, aber noch ins Ziel gefahren.

Das Jumbo-Team hatte am Samstag zudem Co-Kapitän Steven Kruijswijk verloren, der sich bei einem Sturz früher im Rennen die Schulter auskugelte. Sein Tour-Start ist damit fraglich.

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Aufgeben musste auch der deutsche Star Emanuel Buchmann (Ravensburg/Bora-hansgrohe), der mit Kruijswijk zu Fall gekommen war. Tour-Titelverteidiger Egan Bernal (Kolumbien/Ineos) war wegen einer Rückenverletzung nicht mehr zur vierten Etappe angetreten.

Profis protestieren bei Dauphiné

Nach den schweren Stürzen haben die Radprofis am Sonntag gegen die gefährliche Streckenführung bei der Tour-Generalprobe protestiert. Die teilnehmenden Fahrer setzten durch, dass die ersten abschüssigen zehn Kilometer nach dem Start im französischen Megeve neutralisiert und nicht im Renntempo absolviert werden. Angesichts der Vorfälle vom Vortag sei alles andere zu riskant gewesen.

"Die Fahrer wollen ein deutliches Signal des Protests an die Veranstalter und den Weltverband UCI senden, um auf die schweren Stürze und Unfälle in den jüngsten Rennen zu reagieren, und zu größerer Aufmerksamkeit für ihre Sicherheit aufrufen", teilte die Fahrervereinigung CPA mit.

Zudem forderte die CPA einen Runden Tisch mit allen Beteiligten, um konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit zu erörtern.