Wout Van Aert gewinnt Mailand-Sanremo
Wout Van Aert gewinnt Mailand-Sanremo © Getty Images
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Das diesjährige Radrennen Mailand-Sanremo ist nicht nur aufgrund der Temperaturen ein besonderes. Im Schlusssprint des Klassikers setzt sich Wout Van Aert durch.

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Hitzeschlacht im Hochsommer bei der "Fahrt in den Frühling": Der Belgier Wout Van Aert hat unter außergewöhnlichen Rahmenbedingungen das Radsport-Monument Mailand-Sanremo gewonnen und den bislang größten Karriereerfolg auf der Straße gefeiert.

Bei der 111. Ausgabe des Klassikers siegte der dreimalige Cross-Weltmeister vom Team Jumbo-Visma nach 305 km vor Vorjahressieger Julian Alaphilippe (Frankreich/Deceuninck-Quick Step). Dritter wurde der Australier Michael Matthews (Sunweb).

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Für den 25-jährigen Van Aert war es bereits der zweite Triumph seit dem Neustart der Saison, die durch die Corona-Pandemie mehrere Monate unterbrochen war. Am vergangenen Wochenende hatte er das italienische Eintagesrennen Strade Bianche gewonnen.

Deutsche Radprofis ohne Chance

Nur sechs Fahrer pro Mannschaft, eine stark geänderte Route und Temperaturen weit über 30 Grad Celsius - "La Classicissima" war 2020 anders als alle vorherigen Austragungen. Neben der für Mailand-Sanremo untypischen Hitze wurde die Strecke nach dem Widerstand vieler Küstenorte über weite Teile ins Landesinnere verlegt.

Erst die rund letzten 35 Kilometer bleiben im Vergleich zum Vorjahr unverändert - auch die Anstiege Cipressa und Poggio wurden gefahren. An letzterem ging das Rennen in die entscheidende Phase.

Einem Angriff von Alaphilippe konnte nur Van Aert folgen. Das Duo näherte sich gemeinsam der Ziellinie und suchte die Entscheidung im Sprint. Dabei wurden beide Fahrer fast noch vom heraneilenden Feld eingeholt.

Die deutschen Radprofis spielten im Kampf um den Prestigeerfolg wie erwartet keine Rolle und waren vor allem als Helfer gefragt. Es bleibt bei sieben deutschen Siegen, der bisher letzte gelang John Degenkolb vor fünf Jahren. Davor hatten Gerald Ciolek (2013), Erik Zabel (1997, 1998, 2000, 2001) und Rudi Altig (1968) triumphiert.