Simon Geschke rechnet fest mit einem Start der Tour de France im September
Simon Geschke rechnet fest mit einem Start der Tour de France im September © Getty Images
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Der deutsche Radprofi Simon Geschke (CCC Team) hält eine weitere Verschiebung der Tour de France aufgrund der Coronakrise für ausgeschlossen.

"Ich glaube definitiv, dass die Tour stattfinden wird im September. Da zweifel ich nicht dran", sagte der 34-Jährige im Gespräch dem Sport-Informations-Dienst (SID) und betonte: "Egal, wie, ob mit oder ohne Zuschauer, es wäre das Allerwichtigste, wenn die Rennen stattfinden." 

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Der viermalige Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin hält eine erneute Verlegung der Tour dagegen für möglich. Der neue Zeitraum für die Frankreich-Rundfahrt sei "auf keinen Fall sicher", sagte der Radprofi vom Team Jumbo-Visma im Sky-Interview: "Wir sind uns sicherlich auch bewusst, dass es vielleicht eine Verschiebung um vielleicht nochmal ein oder zwei Monate geben kann."

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Natürlich wäre es für Geschke "super schade ohne Zuschauer, andererseits hätte die Tour dann wie immer super Einschaltquoten", sagte der Etappensieger von 2015: "Wenn das die Tour retten würde, dann wäre das kein Problem. Es geht um die Sponsoren, die Millionen zahlen fürs Budget. 

Die Frankreich-Schleife war am Mittwoch aufgrund der Corona-Pandemie um knapp zwei Monate verschoben worden und soll nun vom 29. August bis 20. September ausgetragen werden. Die Tour hätte am 27. Juni in Nizza beginnen und am 19. Juli traditionell auf den Pariser Champs-Elysees enden sollen. Am Montag hatte Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron alle Großveranstaltungen bis zum 11. Juli verboten. 

"Fehlt schon eine Menge Geld"

"Es ist ganz schön, wenn man da ein Ziel vor Augen hat. Bis jetzt war es ein bisschen ungewiss, man wusste gar nicht, ob in diesem Jahr überhaupt noch Rennen stattfinden oder nicht. Ob man weiter trainieren muss oder eben nicht", sagte Geschke, der durch Gehaltskürzungen seines polnischen Rennstalls CCC bereits enorme finanzielle Einbußen zu beklagen hat.

"Es fehlt schon eine Menge Geld am Ende des Jahres. Wie es jetzt aussieht, komme ich knapp über die Hälfte von dem, was mir eigentlich vertraglich zusteht. Das ist dann schon ein herber Verlust", erklärte Geschke. 

Er könne nicht Radfahren bis er 70 sei, sagte der Berliner, der sich aktuell in Freiburg fit hält. "Von daher ist es definitiv schade, wenn einem so viel Geld durch die Lappen geht", sagte Geschke, "andererseits ist es nicht aus bösem Willen passiert, und mit der Situation müssen wir jetzt leben."