John Degenkolb spricht über die Coronakrise und die Auswirkungen auf den Sport
John Degenkolb spricht über die Coronakrise und die Auswirkungen auf den Sport © Getty Images
Lesedauer: 2 Minuten

John Degenkolb erwartet tiefgreifende Auswirkungen der Coronakrise auf den Sport. Dieser könnte seine "Spitzenposition" verlieren.

Anzeige

Der deutsche Radprofi John Degenkolb (Gera) blickt mit großen Sorgen auf die Folgen der Coronakrise. "Ich habe Angst um den Sport im Allgemeinen, aber auch Angst um die Wirtschaft", sagte der 31-Jährige im Gespräch mit dem Sport-Informations-Dienst.

Er fürchte ernsthaft, "dass der Spitzensport nicht mehr die Position einnehmen kann, die er vor der Coronakrise inne hatte". 

Anzeige

Die Corona-Pandemie legt den Profi-Radsport wie den Rest der Sportwelt lahm. Die Klassiker sind abgesagt oder verschoben worden. Am Ostersonntag hätte mit dem Tagesrennen Paris-Roubaix Degenkolbs Highlight der Saison angestanden. Einzig die Organisatoren der Tour de France (27. Juni bis 19. Juli) wehren sich noch, den Saisonhöhepunkt zu verlegen oder endgültig abzusetzen. 

"Um den Radsport am Leben zu halten wie wir ihn kennen, wird es essenziell wichtig sein, dass wir an einem gewissen Punkt wieder große Radrennen fahren", sagte Degenkolb, Roubaix-Sieger von 2015. Sein Wunsch sei es, "dass ein Termin gefunden wird, um die Tour de France im Jahr 2020 noch stattfinden zu lassen. Ich bin fest davon überzeugt, dass es der einzige Weg ist, der uns helfen kann, den Radsport am Leben zu halten." 

Intuitiv und blitzschnell: Die neue SPORT1-App ist da! JETZT kostenlos herunterladen in Apples App Store (iOS) und im Google Play Store (Android) 

Auch persönlich kämpft er mit der gegenwärtigen Situation. "Körperlich geht es mir eigentlich ganz gut, mental könnte es besser sein. Ich will nicht jammern, das bringt mich auch nicht weiter. Aber es ist schon so, dass die Lage nicht so einfach ist", sagte der Profi von Lotto-Soudal.