Die deutschen Bahnrad-Sprinterinnen holten WM-Bronze im Vierer
Die deutschen Bahnrad-Sprinterinnen holten WM-Bronze im Vierer © Getty Images
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Bei der Bahnrad-WM in Berlin gibt es das nächste Edelmetall für das deutsche Team. Lisa Brennauer und Co. holen Bronze. Es wäre noch mehr möglich gewesen.

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Lisa Brennauer stemmte ihr Rad jubelnd in die Höhe und ließ sich an der Seite der Rekordjägerinnen gebührend feiern.

Mit einer neuen deutschen Bestleistung und dem Gewinn der Bronzemedaille hatte der wiedererstarkte Vierer der Frauen für den Höhepunkt am zweiten Wettkampftag der Bahnrad-WM in Berlin gesorgt und dem Bund Deutscher Radfahrer (BDR) beim Heimspiel das zweite Edelmetall beschert.

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Brennauer (Durach), Franziska Brauße (Öschelbronn), Lisa Klein (Saarbrücken) und Gudrun Stock (München) gewannen am Donnerstagabend in 4:12,964 das Rennen um Rang drei gegen Kanada (4:20,404).

Brennauer: "Ein perfekter Tag"

"Wir haben alles im Griff gehabt, es war ein perfekter Tag. Wahnsinn. Ich bin richtig stolz auf uns", sagte Brennauer und ergänzte mit Blick auf die Olympischen Spiele in Tokio: "Die Türen stehen offen. Es ist alles drin."

Es war der erst zweite WM-Podestplatz für einen deutschen Frauen-Vierer. Zuletzt hatte ein deutsches Team 2008 Bronze geholt, als die traditionsreiche Disziplin bei den Frauen mit drei Starterinnen pro Team ins WM-Programm aufgenommen wurde.

Dass noch mehr möglich gewesen wäre, zeigte sich im Finale, das die USA (4:11,235) für sich entschieden. In der ersten Runde war das BDR-Team mit deutschem Rekord (4:11,039 Minuten) schneller gewesen und damit in den Bronzelauf eingezogen. Die Chance auf Gold hatte das Quartett in der Qualifikation am Mittwoch aber verspielt.

Männer-Vierer verpasst Medaillenläufe

Der Vierer der Männer verpasste die Medaillenläufe auf Platz sieben. Gold ging an Dänemark, das den eigenen am Mittwoch aufgestellten Weltrekord nochmals deutlich auf 3:44,672 Minuten verbesserte.

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Sprinter Stefan Bötticher fehlten im Kampf um die Medaille im Keirin die Kraftreserven. Der 28-Jährige aus Chemnitz, der im Vorjahr WM-Dritter geworden war, musste sich im Finale mit Rang fünf begnügen. Bötticher suchte früh die Offensive und schob sich an die Spitze, wurde letztlich aber durchgereicht. Gold ging an den niederländischen Europameister Harrie Lavreysen.

Levy enttäuscht

Anders als Bötticher erlebte Maximilian Levy eine große Enttäuschung. Der Lokalmatador und Weltmeister von 2009 verpasste in seiner Spezialdisziplin Keirin sogar den Einzug ins Viertelfinale.

"Es lief von Anfang bis Ende nicht richtig zusammen", sagte Levy, der in der Qualifikation die nächste Runde um Millimeter verfehlt hatte: "Es ist extrem bitter, weil ich selten so viel draufgehabt habe wie jetzt. Ich habe schon mit weniger Leistungsvermögen eine Medaille gewonnen. Heute gehe ich komplett baden, das habe ich mir natürlich anders vorgestellt."

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Sprinterin Emma Hinze (Cottbus) präsentierte sich einen Tag nach dem Gewinn der Goldmedaille im Teamsprint erneut in starker Verfassung. Die 22-Jährige zog ins Halbfinale des Sprintturniers ein und trifft dort am Freitag auf Lee Wai Sze (Hongkong).

Für Teamsprint-Kollegin Lea Sophie Friedrich (Dassow) war dagegen im Viertelfinale Schluss. Im Achtelfinale hatte sie sich trotz eines Sturzes durchgesetzt.

Im nicht-olympischen Scratch der Männer belegte Maximilian Beyer (Nordhausen) den sechsten Platz. Gold gewann Jauhen Karaljok aus Weißrussland.