le Danois Bjarne Riis (G) et l'Allemand Jan Ulrich, anciens vainqueurs du Tour de France cycliste, discutent, le 24 octobre 2002 à Paris, lors de la cérémonie traditionnelle de l'annonce du trajet de l'édition 2003 de la course.  AFP PHOTO FRANCK FIFE / AFP PHOTO / -        (Photo credit should read -/AFP via Getty Images)
Bjarne Riis (l.) und Jan Ulrich waren einst Teamkollegen im Team Telekom © Getty Images
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Kopenhagen - Dopingsünder und Tour-de-France-Sieger Bjarne Riis kehrt auf die große Radsport-Bildfläche zurück - und steigt bei einem südafrikanischen World-Tour-Team ein.

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Der umstrittene frühere Tour-de-France-Sieger Bjarne Riis (55) kehrt auf die große Radsport-Bildfläche zurück.

Der dänische Tour-Sieger von 1996, einstige Telekom-Profi und später geständige Dopingsünder steigt mit seinem Geschäftspartner Lars Seier Christensen beim südafrikanischen World-Tour-Team NTT ein und übernimmt durch die Firma Virtu Cycling ein Drittel der Anteile an der Mannschaft, die bis Ende 2019 den Namen Dimension Data trug.

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Der "Adler von Herning" war 2015 im damaligen Team Tinkoff-Saxo zuletzt in der höchsten Kategorie des Profiradsports tätig gewesen und hatte seither mit kleineren dänischen Mannschaften gearbeitet. Riis wird als Teammanager die sportliche Verantwortung in der Equipe des deutschen Sprinters Max Walscheid (Neuwied) tragen, ein großer Anreiz für ihn ist der Tour-Start 2021 in Dänemark.   

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"Im Laufe der Zeit werden wir die Möglichkeiten haben, eines der besten Radsporteams der Welt aufzubauen. Es braucht aber Geduld", sagte Riis in Kopenhagen. Douglas Ryder, Gründer des Rennstalls, der auch karitative Zwecke verfolgt, verwies in einer Pressemitteilung nicht auf Riis' Vergangenheit, sondern hob dessen Fähigkeiten und Erfahrungen hervor.

Riis, einst Teamkollege von Jan Ullrich und wegen seines zeitweise extrem hohen Hämatokritwerts mit dem Beinamen "Monsieur 60 Prozent" bedacht, hatte im Anschluss an seine Profikarriere ab 2001 das Team CSC (später Saxo Bank) aufgebaut, für das unter anderem Jens Voigt fuhr. 2007 legte er ein umfangreiches Dopinggeständnis ab, doch nicht nur sein Wirken als Aktiver steht im Zwielicht.

2015 waren die dänische Anti-Doping-Agentur ADD sowie Dänemarks Sportverband DIF zu dem Schluss gekommen, dass Riis von Dopingvergehen in seinem Team CSC gewusst, diese stillschweigend geduldet und zum Teil angeordnet hat. "Ich bereue es zutiefst. Ich habe als Führungsperson versagt", bekannte Riis damals.