Kristina Vogel (L) und Miriam Welte bei der Bahnrad WM 2017 in Hong Kong
Kristina Vogel (L) und Miriam Welte bei der Bahnrad WM 2017 in Hong Kong © Getty Images
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Bahnrad-Olympiasiegerin Kristina Vogel würdigt ihre Teamkollegin Miriam Welte, die ihre Laufbahn beendet hat und spricht von einem "mutigen Schritt".

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Kristina Vogel hat die Rücktrittsentscheidung ihrer langjährigen Teamsprintpartnerin Miriam Welte als "mutig" bezeichnet und der Pfälzerin großen Respekt gezollt.

"Ich habe mit ihr die schönsten Momente meiner Laufbahn erlebt. Wir wussten immer, dass sich die eine auf die andere verlassen kann. Das ist im Sportgeschäft selten", sagte die zweimalige Bahnrad-Olympiasiegerin, die mit Welte 2012 in London Gold im Teamsprint gewonnen hatte, im SID-Gespräch.

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Vogel (28) dachte wie viele andere auch, dass Welte ihre Laufbahn erst nach den Sommerspielen 2020 in Tokio beenden würde, "dass sie sich den Traum von Olympia noch einmal verwirklicht". Der Entschluss zum sofortigen Karriere-Ende sei gewiss "nicht spontan erfolgt. Vielleicht gab es irgendeinen Punkt, der das Fass zum Überlaufen brachte. Der Schritt ist mutig", sagte Vogel.

Vogel: "Leben hat andere Pläne"

Die seit einem Trainingsunfall querschnittsgelähmte Erfurterin, die 2016 in Rio neben ihrem Sprint-Olympiasieg noch Teamsprint-Bronze mit Welte holte, schätzt an der 32-Jährigen, "dass sie mit ihrer Herzlichkeit das Team zusammengehalten hat". Auch ihr selbst habe Welte in besonderer Weise zur Seite gestanden. "Sie hat mir geholfen, den Kopf frei zu bekommen, wenn ich unter Druck stand, mir dann einfach mal ein Malbuch in die Hand gedrückt."

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Auf Instagram schrieb Vogel, die Welte in dieser Woche im "Club der Besten" auf Fuerteventura trifft: "Meine Freundin, ich denke, dass wir zusammen noch Tokio erleben wollten. Gerne hätte ich dort mit Dir unsere letzte gemeinsame Medaille geholt. Wie es in London anfing, hätte es in Tokio enden können. Das Leben hat aber oft andere Pläne."