Simon Yates (M.) geht als Gesamtführender in die letzte Etappe der Vuelta
Simon Yates (M.) geht als Gesamtführender in die letzte Etappe der Vuelta © Getty Images

Simon Yates geht als Führender in den Schlusstag der Spanien-Rundfahrt - und kann mit einem Sieg eine historisches Jahr für den britischen Radsport krönen.

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Der britische Radprofi Simon Yates steht unmittelbar vor dem Triumph bei der Vuelta.

Der 26-Jährige vom Team Mitchelton-Scott kam beim Sieg des Lokalmatadoren Enric Mas (Quick-Step Floors) auf der entscheidenden Bergetappe als Dritter ins Ziel und verteidigte damit das Rote Trikot des Gesamtführenden bei der 73. Spanien-Rundfahrt erfolgreich.

Yates geht mit 1:46 Minuten Vorsprung auf Etappensieger Mas in die letzte Etappe am Sonntag in Madrid. Dort wird wie beim Abschlusstag der Tour de France traditionell der Führende nicht mehr attackiert.

Buchmann verpasst wohl Top 10

Der deutsche Hoffnungsträger Emanuel Buchmann (Ravensburg/Bora-hansgrohe) kam am Samstag auf Rang 19 und liegt im Gesamtklassement auf Platz zwölf. Seine erhoffte erste Top-10-Platzierung bei einer großen Rundfahrt wird der 25-Jährige damit wohl knapp verpassen.

Yates wird damit die beeindruckende Siegesserie britischer Profis bei den Grand Tours fortsetzen. Fünf große Rundfahrten in Serie werden die Fahrer aus dem United Kingdom am Sonntag gewonnen haben. 2018 hatte zuvor Chris Froome beim Giro d'Italia gesiegt, Geraint Thomas entschied die Tour de France für sich.

Yates kann historische Bilanz perfekt machen

Drei verschiedene Sieger aus einem Land hatte es bei den drei großen Landesrundfahrten in einer Saison zuvor nicht gegeben.

Beim Giro war Simon Yates im Rosa Trikot des Gesamtführenden auf der 19. Etappe fürchterlich eingebrochen, hatte 39 Minuten auf Froome verloren und im Endklassement letztlich Platz 21 belegt.

Bei der Vuelta verbessert er nun die familieninterne Rundfahrt-Bestmarke - diese hatte sein Zwillingsbruder Adam mit Platz vier bei der Tour 2016 aufgestellt, in Spanien war er nun Simons Edelhelfer.