Track Cycling - European Championships Glasgow 2018: Day Five
Miriam Welte belegte im Zeitfahren Rang drei © Getty Images

Bahnradfahrerin Miriam Welte verpasst im Zeitfahren die Titelverteidigung, ist aber dennoch zufrieden. Stefan Bötticher muss sich nur einem Niederländer beugen.

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Kein Gold, aber Silber für Sprinter Stefan Bötticher und Bronze für Zeitfahrerin Miriam Welte - auch ohne EM-Titel war der vorletzte Tag der Bahn-Wettbewerbe für die deutschen Athleten bei den European Championships kein "blauer" Montag. Zumal noch ein zweiter Platz für Theo Reinhardt und Roger Kluge im Madison hinzukam.

Am dichtesten war Ex-Weltmeister Bötticher am ganz großen Coup dran. Doch im ersten Finallauf leistete sich der 26-Jährige einen taktischen Fehler, als er seinen Kontrahenten Jeffrey Hoogland auf der Innenbahn vorbeiziehen ließ. Dieses Geschenk nahm der Niederländer dankend an und erwies sich auch in Durchgang zwei als der Stärkere (SERVICE: Zeitplan der European Championships).

Titelverteidigerin Welte steigerte sich im Vergleich zur Qualifikation, auch wenn sie ihren Vorjahressieg nicht wiederholen konnte. Erleichtert stieß die Pfälzerin die Fäuste in die Luft, nachdem sie in 33,600 Sekunden den Zielstrich passiert hatte und beinahe noch Silber geholt hätte (DATENCENTER: Der Medaillenspiegel)

Welte in Gedanken bei Vogel

"Meine Beine waren nach den Rennen in den vergangenen Tagen etwas müde, das waren sehr harte Tage. Deshalb bin ich sehr, sehr froh darüber, dass ich die Medaille noch holen und mich gegenüber heute Morgen noch einmal deutlich steigern konnte", sagte Welte bei Eurosport.

Erneut hatte sie auch ihre schwer verletzte Teamkollegin Kristina Vogel im Sinn: "Die Zeiten sind nicht einfach, ich bin in Gedanken bei Kristina."

Zur Belohnung für ihre beiden EM-Bronzemedaillen gönnt sich die 31-Jährige am Donnerstag und Freitag zwei Tage bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Berlin: "Darauf freue ich mich sehr, trainiert wird erst wieder in der nächsten Woche."

Bötticher von Sturz unbeeindruckt

Bötticher hatte in der Vorschlussrunde große Nervenstärke bewiesen. Im entscheidenden dritten Halbfinallauf gegen Jack Carlin aus Großbritannien kam der Sachse zu Fall, anschließend mussten seine Pedale wieder gerichtet werden. In der Wiederholung ließ er dem Lokalmatadoren keine Chance.

Nichts mit der Medaillenvergabe zu tun hatte Anna Knauer. Die 23-Jährige kam in der Omnium-Entscheidung nicht über Rang 15 hinaus, Vorjahressiegerin Kirsten Wild aus den Niederlanden verteidigte ihren Titel erfolgreich.

Die europäischen Titelkämpfe im Bahnradsport werden am Dienstag (12 Uhr) mit vier Entscheidungen abgeschlossen.