Germany's Jorg Jaschke (Liberty seguros)
Germany's Jorg Jaschke (Liberty seguros) © Getty Images
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Der ehemalige Doping-Sünder Jörg Jaksche sieht den Radsport nicht geläutert - und verteidigt das "entmündigte Kind" Jan Ullrich auf herablassende Weise.

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Für den geständigen Doping-Sünder Jörg Jaksche ist im Profi-Radfahren kein Lerneffekt aus den Doping-Hochzeiten der 80er und 90er Jahre entstanden.

"Ich glaube, der Radsport ist nicht wirklich geläutert", sagte der 40 Jahre alte frühere Telekom-Profi dem Münchner Merkur.

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"Derzeit gibt es den Druck der Welt-Anti-Doping-Agentur, der Öffentlichkeit und der Sponsoren", sagte Jaksche: "Wenn es aber morgen keine Dopingkontrollen mehr gäbe, dann bin ich mir sicher, dass sich alle sagen: 'Die anderen werden jetzt sicher wieder bescheißen – also bescheißen wir auch, am besten vor den anderen.'"

Jaksche nahm seinen früheren Teamkollegen Jan Ullrich in Schutz, der 2002 positiv auf Amphetamine getestet worden war.

"Er war jung, verletzt in Reha und war mit den falschen Leuten abends in München aus. Jan überlegt gerne mal nicht. Und so läuft sein ganzes Leben dahin. Das kann man ihm nicht vorwerfen", sagte Jacksche: "Er ist halt ein entmündigtes Kind des DDR-Sports, wo sie ihm auch das Denken abgenommen haben. Und so praktiziert er es in seinem Leben weiter."