Sport macht zusammen mehr Spaß als alleine © getty
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Warum Ausdauersport perfekt für Paare ist

Klar ist: Sport macht zusammen mehr Spaß als alleine. Zudem hat man weniger Abstimmungsschwierigkeiten, wenn beide zur gleichen Zeit das gleiche Ziel verfolgen und gesund ist das Ganze auch noch.

War’s das? Nein, natürlich nicht.

Denn heute am Valentinstag, kann man die Vorteile der geteilten Laufrunde durchaus etwas genauer beleuchten. Da die meisten eine langfristige Partnerschaft anstreben, ergeben sich schließlich gewisse Parallelen.

Also los!

Die Vorteile liegen auf der Hand

Beim Laufen erleben auch Nicht-Romantiker ganz einfach höchst emotionale Momente: Auf der Feierabendrunde im Sonnenuntergang, bei der Gipfelankunft nach einem steilen Trail oder natürlich beim Duschen hinterher...

Wer beim Candle-Light-Dinner nie weiß, was er sagen soll, kann beim Laufen einfach schweigend einen Trainingsrückstand vorschieben und trotzdem Qualitytime mit dem Schatz verbringen. Werden Gespräche irgendwann unumgänglich, hat man durchs Laufen zumindest ein Thema, das beide interessiert.

Ein weiterer handfester Vorteil des gemeinsamen Workouts liegt darin, dass man den Frust des Tages wunderbar gemeinsam mit dem Partner loswerden kann anstatt ihn an den Partner loszuwerden. Grammatikalisch ein kleiner Unterschied, beziehungstechnisch ein gewaltiger. Zugleich bleibt das Attraktivitätsverhältnis konstant, wenn beide trainieren. Auch das stabilisiert die Beziehung auf lange Sicht.

Das Erfolgsgeheimnis

Extremsituationen schweißen zusammen – liest man immer wieder, also muss was dran sein. Wer sich im Nieselregen bei KM 23 schon mal ein Gel geteilt hat, weiß wovon hier die Rede ist. Wahrscheinlich liegt das vor allem daran, dass einen die Alltagsprobleme eher kalt lassen, wenn man beim Sport ständig wesentlich üblere Situationen zusammen durchlebt.

Apropos Alltagsprobleme: sind beide dem Laufvirus verfallen, muss sich keiner für das fünfte Paar Lightweighttrainer pro Saison rechtfertigen. Beziehung safed.

Auf Langdistanzen funktioniert der gemeinsame Trott übrigens am besten. Denn die Leistungsunterschiede zwischen Männern und Frauen werden kleiner je größer die Distanzen werden. Über 1.500m unterscheiden sich die Weltrekorde von Männern und Frauen um 12%. Bei den Marathonzeiten sind es nur noch 9% und bei den 100 Kilometer Ultras beträgt die Differenz gerade mal 6%.

Speerwerfen fällt als Pärchensport dagegen aus der Empfehlungsliste – hier liegen die Differenzen bei 27%. Kein Wunder, bei gerade mal 30 Meter Anlauf.

Wer macht denn sowas?                                                      

Zwei, bei denen das Gemeinsam-laufen-und-gemeinsam-leben offenbar gut funktioniert, sind die Schwedin Emelie Forsberg und der spanische Ausnahmeathlet Kilian Jornet.

Er hat gerade einen neuen inoffiziellen Weltrekord im Skibergsteigen aufgestellt, bei ihr beginnt nach einer glorreichen Wettkampfkarriere demnächst eine Babypause.

Wem das Ausdauer-Thema nicht so ganz zusagt, der kann sich bei unserem Partner INTERSPORT auch nach Fitnessübungen mit dem Partner umschauen. Dort gibt's was für Schultern und Knie oder ein intensives 10-Minuten-Workout von Maddie Lumburner:

So viel zu den Geschichten von anderen Leuten – jetzt ist es an der Zeit, eure eigene zu schreiben. Heute ist es sonnig und trocken, da gibt’s keine Ausreden!

In diesem Sinne: viel Spaß beim Laufen, Lachen und Lieben.