Leeper darf seine Prothesen nicht in Wettkämpfen nutzen
Leeper darf seine Prothesen nicht in Wettkämpfen nutzen © AFP/SID/GLYN KIRK
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Der US-Sprinter Blake Leeper hat im Kampf um seine Teilnahme an den Olympischen Spielen vor dem CAS einen Rückschlag kassiert.

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Köln (SID) - Der beidseitig ohne Unterschenkel geborene US-Sprinter Blake Leeper hat im Kampf um seine Teilnahme an den Olympischen Spielen in Tokio vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS einen Rückschlag kassiert. Das Gericht in Lausanne stützte die Ansicht des Leichtathletik-Weltverbandes World Athletics (WA), dass Leepers Prothesen ihm einen signifikanten Größenvorteil verschaffen würden, er diese daher nicht in Wettkämpfen unter WA-Richtlinien tragen dürfe.

"World Athletics begrüßt diese Entscheidung. Der CAS hat für erwiesen befunden, dass Mr. Leepers Prothesen ihn 15 Zentimeter größer machen, als er mit biologischen Beinen wäre", teilte WA in einer Stellungnahme mit und verwies darauf, dass dies dem 30-Jährigen einen Zeitvorteil von mehreren Sekunden über 400 m verschaffen würde.

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Der 31 Jahre alte Leeper, der einst als Nachfolger von "Blade Runner" Oscar Pistorius gehandelt wurde, feierte immerhin einen Teilerfolg mit seinem Einspruch vor dem CAS. Dieser entschied, dass es "ungesetzlich und ungültig" sei, dass laut World Athletics ein Athlet selbst nachzuweisen habe, dass ihm seine mechanische Hilfsmittel wie Prothesen keinen Vorteil gegenüber anderen Sportler bringen. 

Leeper war der Start bei der WM 2019 in Doha untersagt worden, danach war er vor den CAS gezogen. Mit einem vergleichbaren Einspruch hatte der Südafrikaner Pistorius 2008 Erfolg gehabt. "Ich hoffe, dass der CAS feststellt, dass ich keinen Vorteil gegenüber anderen Athleten habe, Ich will einfach eine faire Chance, an Wettkämpfen teizunehmen", sagte er. Mit seiner Bestzeit von 44,38 Sekunden hätte Leeper 2019 auf Platz elf des weltweiten Topliste gelegen.