Sportmediziner begrüßt geplante Impfung der Athleten
Sportmediziner begrüßt geplante Impfung der Athleten © FIRO/FIRO/SID
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Sportmediziner Wilhelm Bloch hat die geplante Impfkampagne für die deutschen Athletinnen und Athleten vor den Olympischen Spielen begrüßt.

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Sportmediziner Wilhelm Bloch hat die geplante Impfkampagne für die deutschen Athletinnen und Athleten vor den Olympischen Spielen (23. Juli bis 8. August) und den Paralympics (26. August bis 5. September) in Tokio begrüßt. "Nach dem jetzigen Stand gibt es keine Hinweise, dass es zu längerfristigen Leistungsbeeinflussungen kommt", sagte der Mediziner von der Sporthochschule Köln auf SID-Anfrage.

Dass die Athleten ein bis drei Tage mit Nachwirkungen der Impfung sowie mit Trainingsreduktion oder -ausfall zu tun haben, könne durchaus sein. "Aber das ist sicher steuerbar und sollte dann nicht zu negativen Auswirkungen auf die Leistungen bei Olympia führen", erklärte Bloch.

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Das Bundesinnenministerium (BMI) hatte am Mittwoch angekündigt, ab dem 3. Mai in zwei Wochen 1400 Tokio-Fahrer mit einem Impfstoff zu versorgen. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) prüft derzeit mit den Sportverbänden, wo und wie der Impfstoff verabreicht werden kann.

Das Impf-Interesse ist groß. Bei einer Befragung hatten laut DOSB 92 Prozent der Athlet*innen einen Impfwunsch geäußert. Nur acht Prozent lehnten aus verschiedenen Gründen ab. 15 Prozent der Aktiven sind bereits geimpft.